Hooters: Knappes Höschen allein ist zu wenig

Hooters: Knappes Höschen allein ist zu wenig

Offenherzig mit einem knappem, orange-farbenem Höschen - so präsentieren sich die Bedienungen in der US-Restaurantkette Hooters, die auch in Österreich einen Ableger hat. Ein Konzept aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, dass ein Facelifting braucht um auch in diesem Jahrtausend weiterleben zu können, meint der neue CEO, der Kette.

Hooters will es für die Männer einfacher machen, vorbeizukommen. Unterm Strich bedeutet das, die Firma will sich stärker um Gattinnen und Freundinnen kümmern.

Wer heutzutage zu Hooters geht, sieht schnell, warum Frauen bislang einen Bogen um die Kette machen: Mit dunklem Holz verkleidete Wände, Poster mit Bikini-Frauen und Männer, die beim Bier schmutzige Witze reißen.

Als Terry Marks im vergangenen Jahr als neuer Vorstandschef an Bord geholt wurde, stellte auch er fest, dass viele Frauen die Kette mieden, weil das Menü fad war, die Einrichtung aus einer anderen Zeit stammte und die Preise überteuert schienen. Ziel von Marks ist es nun, das Hooters-Stigma zu beseitigen - damit es Männern nicht mehr peinlich ist, Essen auf Spesen abzurechnen, und Frauen nicht mehr so schnell einen Einspruch gegen einen Abend zu zweit dort erheben.

“Man muss sich der Realität stellen: Frauen machen rund 51 Prozent der Bevölkerung aus”, sagte John Gordon von der Unternehmensberatung Pacific Management Consulting Group. “Bei ihnen ist die Beschäftigung stärker gewachsen. Und man kann sie einfach nicht mehr länger ignorieren.”

Wie dem aus sei: Hooters war und bleibt ein Restaurant, das sich vorrangig an Männer richtet. Marks versichert, dass Hooters weiter sexy sein und sich an der Bekleidung der Bedienungen nichts ändern wird. Aber das Menü wird aufgefrischt. Und auch mehr Licht soll es künftig bei Hooters geben - damit jeder sehen kann, dass es nichts gibt, für das man sich bei einem Besucht schämen muss.

In den USA will Hooters rund 70 Prozent aller Restaurants renovieren und an einige Standorten Sitzgelegenheiten an der frischen Luft schaffen. Ein Teil der dunklen Holzvertäfelungen wird entfernt, hinzu kommen größere Fenster - damit Leute, die draußen vorbeigehen, reingucken können.

Der Barbereich, der sich derzeit noch in vielen Restaurants im hinteren Teil gegenüber der Küche befindet, wird in die Mitte der Gaststätten verlagert und mit Sitzmöglichkeiten umgeben -für ein gemütliches Getränk zu später Stunde. Bier auf der Karte wird um mehr Weine und Cocktails ergänzt. Einige Standorte sollen bis 2 Uhr morgens offen bleiben.

Dass sich wahrscheinlich etwas ändern muss, zeigt auch ein Blick in die Zahlen. Erzielte Hooters im Jahr 2007 noch einen Umsatz von 960 Mio. Dollar allein auf dem US-Markt, waren es 2011 nur noch 858 Mio. Dollar. Das belegen Daten vom Chicagoer Marktforscher Technomic Inc. In demselben Jahr sei der Umsatz im Segment der Full-Service-Restaurants landesweit hingegen um 1,8 Prozent angestiegen.

Die so genannten ‘Breastaurants’ machen sich das Leben nicht zuletzt gegenseitig schwer. Neben Hooters gehen auch Tilted Kilt und Twin Peaks mit ähnlichen Konzepten auf die Jagd nach Kunden - und das zu einer Zeit, in der das amerikanische Verbrauchervertrauen nachgibt und die Preise für Rohmaterialien zunehmen. Das Vertrauen unter US-Haushalten war im August so stark gefallen wie seit 10 Monaten nicht.

Der erste Hooters wurde bereits 1983 in Florida eröffnet. Heute kommt das Unternehmen auf 430 Restaurants in 44 US-Staaten und 28 Ländern, darunter auch Deutschland.

Hooters of America LLC ist das Fanchise-Unternehmen, das Marks an Bord geholt hatte. Es betreibt die Mehrheit der Restaurants und wird von Investoren kontrolliert - etwa dem Beteiligungsfonds Chanticleer Holdings.

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