Hochwasser in Deutschland: Magdeburg geht unter

Hochwasser in Deutschland: Magdeburg geht unter

Die Hochwasser-Lage in Magdeburg hat sich am Samstag weiter zugespitzt. Rettungskräfte, Bürger und Soldaten arbeiteten mit Hochdruck daran, Deiche zum Schutz gegen die Elbe zu verstärken, die erst am Sonntag ihren höchsten Stand erreichen soll.

Im Stadtteil Rothensee wurden die Bürger aufgefordert, ihre Häuser wegen der Gefahr einer Überspülung zu verlassen. Betroffen sind etwa 2800 Personen. Der Strom wurde vorsorglich abgeschaltet. Nicht nur die Elbe drückt mit gewaltigen Wassermassen nach Norden. In den Fluss mündet südlich von Magdeburg auch die Saale, die extrem viel Wasser mit sich führt. In dem Mündungsgebiet wurden mehrere Dörfer zwangsevakuiert. In der Nähe der Ortschaft Groß Rosenburg drohte ein Deich zu brechen.

In Halle an der Saale entspannte sich dagegen die Lage: Der Oberbürgermeister hob den Katastrophenalarm auf. Bewohner von Halle-Neustadt können damit wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch in Dresden entspannte sich die Lage langsam. Dort sank die Elbe am Samstag nach Behördenangaben um mehrere Zentimeter in der Stunde. 2600 Menschen haben sich dort in Sicherheit bringen müssen.

Unterdessen rüsteten sich Gemeinden in Mecklenburg und Niedersachsen flussabwärts gegen das Hochwasser, das an manchen Orten noch schlimmer als vor elf Jahren ist. Die Rettungskräfte in den betroffenen Ländern wurden von 11.000 Soldaten unterstützt. Auch Angehörige der niederländischen und französischen Streitkräfte waren im Einsatz.

Hochwasser erreicht Budapest

Das Rekord-Hochwasser der Donau hat am Samstag die ungarischen Hauptstadt Budapest erreicht. Um 14.00 Uhr wurde ein Pegelstand von 8,61 Metern gemessen. Damit stand das Wasser noch einen Zentimeter höher als beim bisherigen Höchststand im Jahr 2006, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf das Innenministerium. Die Scheitelwelle wird in Budapest Montag früh erwartet. In Deutschland wurde die Situation an der Elbe bei Magdeburg immer kritischer. In einzelnen Landesteilen beruhigte sich die Situation hingegen.

Die Vorkehrungen der ungarischen Behörden würden ausreichen, um die Metropole gegen Pegelstände von bis zu 9,30 Metern zu schützen, sagte der Budapester Oberbürgermeister Istvan Tarlos am Freitag. Die Hochwasser-Spitze werde aber den neuesten Erkenntnissen zufolge die Neun-Meter-Marke nicht übersteigen, erklärte Tarlos am Samstagnachmittag vor Journalisten.

Tausende Helfer und Soldaten waren vor allem am Donau-Abschnitt bei Györ und im Donauknie nördlich von Budapest im Einsatz, um Dämme und Ufer gegen das steigende Hochwasser zu sichern. Nach Medienberichten mussten bisher rund 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, davon knapp 200 aus ufernahen Gebieten in Budapest und mehr als 200 aus der Ortschaft Györfalu bei Budapest. Durch das Hochwasser kam es auch zu Verkehrsbehinderungen. Zwischen Komarom und Almasfüzitö entlang der Bahnverbindung zwischen Budapest und Wien wurde der Verkehr eingestellt, die Reisenden wurden mit Bussen befördert.

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