Hillary Clinton wird Entscheidung über Kandidatur erst 2015 bekanntgeben

Hillary Clinton wird Entscheidung über Kandidatur erst 2015 bekanntgeben

Und wenn sie vorher einen Beschluss gefasst hat, wird sie das wahrscheinlich erst 2015 bekanntgeben. Das deutete die 66-Jährige in einem Interview des Senders ABC an.

"Ich werde entscheiden, wenn ich das Gefühl habe, dass es richtig für mich ist, eine Entscheidung zu treffen", sagte die ehemalige First Lady. Und das werde "mit Sicherheit" nicht vor Ende 2014 sein.

ABC strahlte am Sonntag Auszüge aus dem Interview aus. In voller Länge wird es am Dienstag gesendet - dem Tag, an dem Clintons neue Autobiografie "Hard Choices" erscheint. Die deutsche Fassung mit dem Titel "Entscheidungen" soll am selben Tag auf den Markt kommen.

Experten in den USA sind zunehmend überzeugt davon, dass Clinton 2016 ein zweites Mal antritt - und sich mit ihrem Buch für den Wahlkampf positionieren will. So wertete etwa die "New York Times" die Autobiografie am Sonntag als ein "staatsmännisches" Dokument, das darauf abziele, Clintons weitreichende sicherheits- und außenpolitische Erfahrungen zu unterstreichen. "Es ist sehr stark das Werk von jemanden..., der nicht nur dafür bekannt sein will, dass er die Kunst der Diplomatie beherrscht, sondern auch dafür, dass er das politische Zeug dazu hat, der Topentscheidungsträger zu werden."

Auf 944 Seiten (deutsche Fassung) schildert Clinton laut Ankündigung des Verlags, wie die USA ihre Macht einsetzen müssen, um in der sich schnell verändernden Welt unverzichtbar zu machen. Das "Lehrstück in internationalen Beziehungen" ist laut "New York Times" methodisch nach Ländern, Regionen und Themen geordnet.

Ausführlich schreibt sie etwa über die Wahl des iranischen Präsidenten Hassan Rohani im vergangenen Jahr, widmet dem NSA-Enthüller Edward Snowden dagegen weniger Zeilen. Auch das Verhältnis der USA zu Russland und Israel sowie die Kriege in Irak und Afghanistan sind Thema.

Es scheint, als wolle Clinton ihren politischen Kurs bereits vor der Ankündigung über eine mögliche Kandidatur festklopfen. Denn neben Anekdoten aus ihren vier Jahren als Außenministerin unter Präsident Barack Obama geht es in "Entscheidungen" vor allem um ihre heutige Sicht auf das Weltgeschehen und die internationale Politik. US-Leser hoffen, dass sie auch Details über ihr persönliches Verhältnis zu Obama offenbart. Denn Amtsinhaber Obama dürfte Clinton im Wahlkampf den Rücken stärken, zusammen mit ihrem Mann und Ex-Präsident Bill.

Glaubt man dem jüngsten Interview im Magazin "People", wird Clinton die Entscheidung über ihre politische Zukunft allerdings nicht leicht fallen. Sie freue sich schon lange darauf, eines Tages Großmutter zu werden, verriet sie der Zeitschrift zuletzt.

Ihre Tochter Chelsea erwartet im Herbst ihr erstes Kind. Zugleich glaube Clinton aber, dass endlich eine Frau an die Spitze müsse, um das "härteste Glasdach der amerikanischen Politik" zu durchbrechen.

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