Hedgefonds wollen Argentinien mehr Zeit im Schuldenstreit geben

Hedgefonds wollen Argentinien mehr Zeit im Schuldenstreit geben

Die zwei Hedgefonds deuten Entgegenkommen an. Bis 30. Juni muss eine Einigung erzielt werden. Argentinien hat die Hedgefonds zuleetzt als "Geierfonds" bezeichnet.

New York. Im Schuldenstreit mit Argentinien stellen die klagenden Hedgefonds der Regierung ein Entgegenkommen in Aussicht. Sollte es in den Verhandlungen Fortschritte geben, könne das Land mehr Zeit erhalten, erklärten Anwälte der Finanzinvestoren am Dienstag.

Die Hedgefonds hatten sich nicht an zwei Schuldenschnitten beteiligt, die Argentinien 2005 und 2010 mit 93 Prozent seiner Gläubiger vereinbart hatte. Diese erhielten weniger als 30 Prozent der ihnen zustehenden 100 Mrd. Dollar (73,55 Mrd. Euro) zurück. Das Oberste Gericht der USA bestätigte am Montag vergangener Woche ein Urteil der Vorinstanz, wonach Argentinien erst die Hedgefonds auszahlen muss, bevor die anderen Gläubiger bedient werden können. Damit müssten bis zum 30. Juni 2014 rund 1,3 Mrd. Dollar an die "Geierfonds" - wie sie Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner bezeichnet - gezahlt werden.

Damit darf die Regierung nach derzeitigem Stand die am 30. Juni fälligen Zinsen einer bis 2033 laufenden Anleihe nicht auszahlen, bevor sie nicht die etwa 1,3 Milliarden Dollar begleicht, die sie den Hedgefonds schuldet. Beides gleichzeitig kann sich das Land aber nach Angaben des Wirtschaftsministeriums nicht leisten.

Fließt das Geld nicht, wird das als sogenannter technischer Zahlungsausfall gewertet und Argentinien stünde erneut vor der Staatspleite. Der Streit wird vor US-Gerichten ausgefochten, weil die Staatsanleihen damals in Dollar unter amerikanischem Recht begeben worden waren.

Geierfonds als Verhinderer

Argentinien hat seine Position zuletzt auch in ganzseitigen Anzeigen in mehreren europäischen Zeitungen verteidigt. "Argentinien möchte seine Schulden weiterhin zahlen, was jedoch verhindert wird", sind die Annoncen überschrieben, die am Dienstag erschienen.

Die Inserate wurden in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der spanischen "El Pais" sowie den britischen Blättern "Financial Times" und "Times" abgedruckt. "Die Geierfonds haben Millionen von US-Dollar für Lobby und Propaganda aufgewendet, um die Welt davon zu überzeugen, dass Argentinien seine Verbindlichkeiten nicht zahlt und nicht zu Verhandlungen bereit ist." Das Gegenteil sei jedoch der Fall.

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