Griechische Banken machen weiter Milliardenverluste

Griechische Banken machen weiter Milliardenverluste

Griechenlands größte Banken haben im vergangenen Jahr weiter tiefrote Zahlen geschrieben.

Die National Bank verbuchte 2012 einen Verlust von 2,14 Milliarden Euro, wie das größte Geldhaus des Landes am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor war noch ein Minus von 12,14 Milliarden Euro angefallen, als der Schuldenschnitt das Institut stark belastete. Dieser zwang die Häuser zu hohen Abschreibungen und führte zu großen Kapitallücken. Die Eurobank, die Anfang des Jahres von der National Bank übernommen wurde, gab einen Verlust für 2012 von 1,45 Milliarden Euro bekannt. Griechenlands drittgrößte Bank, die Alpha Bank, verzeichnete ein Minus von rund einer Milliarde Euro nach 3,81 Milliarden Euro 2011.

Alle Institute kämpfen aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage des Landes mit hohen Kreditausfällen. Die Wirtschaft schrumpfte im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent, mehr als jeder vierte Grieche ist arbeitslos. Viele können ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Banken sind daher gezwungen, ihre Rückstellungen dafür zu erhöhen. Bei der National Bank stiegen sie um 16 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro, bei der Alpha Bank um knapp 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Da 2013 mit dem sechsten Rezessionsjahr in Folge gerechnet wird, könnten die Kreditausfälle weiter steigen.

Für etwas Erleichterung bei griechischen Banken sorgt die Europäische Zentralbank. Seit Dezember können sie sich wieder direkt bei der EZB Geld besorgen. Das ist etwa zwei Prozentpunkte billiger als die Notfallkreditlinien (ELA) der griechischen Nationalbank.

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