Griechenland muss Entlassungen mit Namenslisten beweisen

Griechenland muss Entlassungen mit Namenslisten beweisen

Die internationalen Gläubiger Griechenlands sind nach einem Medienbericht nur dann zu neuen Finanzhilfen für das Krisenland bereit, wenn Athen Entlassungen im öffentlichen Dienst mit Namenslisten belegt.

"Die Troika erwartet, dass bis Ende des Jahres 2000 Angestellte des öffentlichen Dienstes entlassen werden. Und sie geben sich nicht länger mit Zahlen zufrieden. Sie wollen Namen und Vornamen", sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Regierungsmitarbeiter "Spiegel Online". Ein Gewerkschaftsvertreter habe bestätigt, dass die Forderung nach einer Namensliste im Raum stehe.

Das griechische Parlament hatte am Mittwochabend Einsparungen in Höhe von 18,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 gebilligt . Die neuen Maßnahmen sehen neben Massenentlassungen und Steuererhöhungen vor allem weitere Kürzungen bei Renten und Gehältern, im Gesundheits-und Sozialwesen sowie Streichungen beim Kinder- und Weihnachtsgeld vor.

Das Paket ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche der Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds. Die Rate beläuft sich auf 31,7 Milliarden Euro. Ohne das Geld würde Athen vor der Pleite stehen.

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