Greenpeace verlor 3,8 Millionen Euro Spendengelder durch Währungsspekulationen

Greenpeace verlor 3,8 Millionen Euro Spendengelder durch Währungsspekulationen

Österreichische Spendengelder seien laut Greenpeace jedoch nicht betroffen. "Es kann jedoch eindeutig ausgeschlossen werden, dass österreichische Spendengelder von dem Vorfall betroffen sind oder verwendet werden, um dieses Defizit aufzufangen", ist dazu am Sonntag auf der Homepage von Greenpeace Austria zu lesen.

"Wir bedauern diesen Vorfall sehr und möchten uns bei unseren UnterstützerInnen für entstandene Verunsicherungen ausdrücklich entschuldigen." Weiter heißt es auf der Website: "Greenpeace in Zentral- und Osteuropa ist ein in Österreich registrierter Verein mit Hauptsitz in Wien, ist somit den strengen österreichischen Kriterien der Gemeinnützigkeit verpflichtet und trägt das österreichische Spendengütesiegel. Der finanzielle Beitrag, den Greenpeace in Zentral- und Osteuropa der globalen Organisation zur Verfügung stellt, fließt deshalb ausschließlich in Kampagnenprojekte. Sollten Spendengelder aus Österreich nicht für die vorgesehenen Kampagnen ausgegeben werden können, würden diese zurück überwiesen."

Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erstellte Jahresbericht 2013 von Greenpeace International werde demnächst veröffentlicht und wird das Defizit ausweisen.

Personelle Konsequenzen und unabhängige Prüfung

Zum Vorfall ist auf der Homepage zu lesen: "Im Jahr 2013 hat sich Greenpeace International entgegen sonstiger Praxis gegen die Wechselkursschwankungen abgesichert, indem es Währungen zu festen Kursen kaufte. Dabei ist ein folgenschwerer Fehler passiert. Die Absicherungen stellten sich als nachteilig heraus und schufen im Jahr 2013 einen Verlust von etwa 3,8 Millionen Euro.

Leider konnte auch das vorhandene Kontrollsystem in diesem Fall nicht rechtzeitig reagieren. Die Finanzabteilung von Greenpeace International hatte diese Absicherung der Wechselkurse ohne Rücksprache und Genehmigung der entsprechenden Gremien und der Geschäftsführung vorgenommen." Der Vorstand von Greenpeace International habe personelle Konsequenzen gezogen und eine unabhängige Prüfung eingeleitet.

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