Gibraltar ist kein Hort spanischer Korruptions-Millionen

Gibraltar ist kein Hort spanischer Korruptions-Millionen

Das versicherte der für die Finanzbranche zuständige Minister des Landzipfels an der Südspitze Spaniens, der seit 1713 unter britischer Herrschaft steht, im Gespräch mit Bloomberg News.

"Es gibt viele in der Öffentlichkeit abgegebene Erklärungen, die besagen, dass alles in der Schweiz ist", sagte Isola in seinem Büro am 13. August. Soweit er Kenntnis habe von der Angelegenheit, "gibt es nichts in Gibraltar."

Der Richter Pablo Ruz vom spanischen Nationalgericht in Madrid hat Gibraltar und die Schweiz ersucht, im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Bestechungsvorwürfen gegen ehemalige Funktionäre und Kader der spanischen Volkspartei PP Einzelheiten zu Banken zu übermitteln. Dies geht aus einer Meldung des Nachrichtendienstes Europa Press hervor. Unter Ministerpräsident Mariano Rajoy stellt die PP derzeit die Regierung in Spanien.

Luis Barcenas, der ehemalige Schatzmeister der PP, sagte im Juli vor Gericht aus, er habe über zwei Jahrzehnte einen geheimen Schmiergeldfonds verwaltet. Daraus seien illegale Barzahlungen getätigt worden. Unter den Empfängern sei auch Ministerpräsident Rajoy. Der Regierungschef hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Laut Europa Press hat Richter Ruz von Gibraltar Auskunft darüber erbeten, ob Francisco Correa, ein Vertrauter von Barcenas, im Zeitraum zwischen 2001 und 2005 in Gibraltar Geldsummen von bis zu fünf Mio. Euro gewaschen habe. Jose Antonio Choclan, der Anwalt Correas, war am Freitag in seinem Büro in Madrid nicht unmittelbar erreichbar.

Correa habe enge geschäftliche Beziehungen zur PP unterhalten, heißt es in einem Zeitungsbericht von El Pais. Barcenas habe zwischen Juni 2001 und Juni 2005 2,4 Mio. Euro auf ein Konto der Schweizer Niederlassung der Dresdner Bank AG bar eingezahlt, teilte das Gericht unter Verweis auf Unterlagen mit, die Schweizer Behörden im März zur Verfügung gestellt hatten.

Nach Angaben der Finanzmarktaufsicht in Gibraltar verwalten Banken und Investmentgesellschaften dort Vermögen von über acht Mrd. Pfund (9,4 Mrd. Euro). Der Großteil der Geldinstitute sind Niederlassungen britischer Banken. Drei der sieben größten Schweizer Vermögensverwalter sind in Gibraltar ebenfalls präsent.

Der Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten zwischen Gibraltar und Spanien erfolge gemäß europäischem Recht, sagte Isola, der seit Juli amtiert. Solche Gesuche zwischen Regierungen seien vertraulich und seit er im Amt sei, habe er kein Gesuch zu Gesicht bekommen, das in Zusammenhang mit Barcenas stehe, führte der Minister weiter aus.

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