"Gewalt ist, wenn man 600 Euro Gehalt bekommt"

"Gewalt ist, wenn man 600 Euro Gehalt bekommt"

Tausende Menschen haben in ganz Spanien erneut gegen Kürzungen bei den Sozialleistungen und Rekordarbeitslosigkeit im Euro-Krisenland protestiert.

Die unzufriedenen Bürger gingen am Sonntag nach Medienberichten in mehr als 60 Städten auf die Straßen. Zu den Kundgebungen hatten die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT sowie 150 weitere Organisationen aufgerufen.

Die Demonstranten forderten eine "dringende, radikale Wende" in der Sparpolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy, verlangten aber auch von der Europäischen Union einen Richtungswechsel.

Die Hauptkundgebung fand in Madrid statt. Den Protesten schlossen sich auch die wichtigsten Oppositionskräfte im spanischen Parlament, die Sozialistische Partei PSOE und die Vereinigte Linke IU an. Die übertriebene Sparpolitik dränge Spanien an den Abgrund, hieß es.

"Die Armut nimmt in diesem Land alarmierend zu, wir müssen Basta sagen, und zwar sofort!", erklärte die Sekretärin für Gleichheit der PSOE, Purificación García. Es gebe "überhaupt keine Perspektive für eine bessere Zukunft". UGT-Generalsekretär Cándido Méndez warnte, die Rekordarbeitslosenrate von 27 Prozent treibe die Menschen in die Armut und "weg von den demokratischen Institutionen". Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Gewalt ist, wenn man 600 Euro Gehalt bekommt" oder "Man raubt deine Gesundheit".

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa