Gegenwind für die OMV: Bulgarien friert Pipeline-Projekt South Stream ein

Gegenwind für die OMV: Bulgarien friert Pipeline-Projekt South Stream ein

63 Milliarden Kubikmeter Erdgas soll die South Stream Pipeline jährlich von der östlichen Schwarzmeerküste nach Europa bringen. Ob es dazu kommt ist nun allerdings fraglicher denn je. Die Bulgaria Energy Holding, die sich in Bulgarien mit der russischen Gaszprom die Anteile an dem Projekt teilt, wird South Stream zumindest vorerst nicht weiter verfolgen.

Das von der russischen Gazprom getragene Erdgas-Pipeline-Projekt South Stream hat einen weiteren Rückschlag bekommen. Die Bulgaria Energy Holding (BEH) hat auf ihrer Homepage bekannt gegeben, dass sie auf weiteres alle Projekttätigkeiten unterlassen wird.

BEH ist ein wichtiger Partner bei dem Projekt. Mit der russischen Gazprom teilt sich die Holding in Bulgarien die Anteile an der South Stream Bulgaria zu gleichen Teilen. Die Pipeline soll vom Süden Russlands aus quer durch das Schwarze Meer, Bulgarien, Griechenland, Serbien, Kroatien, Slowenien und Ungarn bis nach Österreich laufen. In Österreich ist die OMV (WKN 874341, ISIN AT0000743059) 50-Prozent-Anteilseigner der South Stream Austria GmbH.

Hintergrund des zumindest vorläufigen Exits der Bulgaria Energy Holding ist, dass der bulgarische Wirtschafts- und Energieminister Wassil Stonow ein ausdrückliches Verbot aller Tätigkeiten an dem Pipelinevorhaben verhängt hatte, bis das Projekt im Einklang mit dem EU-Recht gebracht ist. Gleich am nächsten Tag stellte aber South Stream Bulgaria einen Antrag auf die Handelsregistereintragung der Kapitalaufstockung um rund 95 Millionen Euro, die am Montag dieser Woche auch erfolgt ist. Das reiche aus, um die bulgarische Strafverfolgungsbehörde einzuschalten, erklärte Stonow gegenüber dem Staatsradio. Die Europäische Kommission begrüßt den Baustopp.

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