Formel 1 Chef Bernie Ecclestone will Gerichtsduell mit Bayern LB

Formel 1 Chef Bernie Ecclestone will Gerichtsduell mit Bayern LB

Schmiergeld, Betrug und Untreue in der Formel 1: Die Bayern LB will aus 400 Millionen Euro vor Gericht einklagen. Ecclestone reagiert: "Die BayernLB hat sich den Falschen ausgesucht!" Er will sich nicht auf einen außergerichtlichen Vergleich einlassen.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will es im Millionenstreit mit der Bayern LB tatsächlich auf einen Prozess ankommen lassen"Wenn wir verklagt werden, müssen wir wohl vor Gericht gehen", sagte der 83-jährige Milliardär der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, "Die BayernLB hat sich den Falschen ausgesucht."Er habe nicht die Absicht, sich auf einen außergerichtlichen Vergleich einzulassen.

Die BayernLB will mit ihren Schadenersatzforderungen Ernst machen und den Sportmanager vor dem High Court in London verklagen, wie die Bank am Mittwoch bestätigte. Das Institut wolle von Ecclestone bis zu 400 Millionen Dollar (290 Millionen Euro) eintreiben, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Die Bank, die bereits im Oktober 2012 Schadenersatzansprüche bei Ecclestone angemeldet hat, äußert sich nicht zur Höhe des Betrags. Die BayernLB hatte ihre Formel-1-Anteile im Jahr 2005 an den Finanzinvestor CVC verkauft. Sie wirft Ecclestone vor, er habe durch Mauscheleien mit dem damals zuständigen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky dafür gesorgt, dass der Verkaufspreis zu niedrig gewesen sei. Anders als bei Gribkowsky sieht die Bank nun offenkundig kaum noch Chancen für eine gütliche Einigung. Sie gibt Ecclestone allerdings noch Zeit: "Es ist zutreffend, dass die BayernLB mit Hochdruck an einer Klage gegen Herrn Ecclestone arbeitet, um diese voraussichtlich im Laufe des Januars beim Londoner High Court einzureichen", sagte ein Sprecher.

Schmiergeld- und Strafprozess

Auf Ecclestones Wunsch boxte Gribkowsky den Verkauf an CVC ohne Prüfung von Alternativen durch. Die BayernLB bekam 839 Millionen Dollar. Gribkowsky gestand in einem Strafprozess, rund 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld von Ecclestone angenommen zu haben, und wurde dafür zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Der Formel-1-Chef verneinte Schmiergeldzahlungen an den Banker. Vielmehr habe er Gribkowsky mit Geld ruhigstellen wollen, damit dieser ihn nicht bei Steuerbehörden anschwärze.

Dem Formel-1-Chef droht bereits ein Schmiergeldprozess in Deutschland: Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den Briten Anklage wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue erhoben. Vor dem Londoner High Court wurde Ecclestone in der Sache von dem deutschen Medienkonzern Constantin ebenfalls auf Schadenersatz verklagt. Constantin wurde nach eigener Darstellung von Ecclestone und Gribkowsky um einen Anteil am damaligen Verkaufserlös geprellt.

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