Fitschen: "Die europäischen Banken sind in keiner guten Form"

Fitschen: "Die europäischen Banken sind in keiner guten Form"

"Es kann für Europa nicht die Lösung sein, dass europäische Banken im globalen Zug gegebenenfalls nur noch ganz hinten mitfahren können", sagte Fitschen am Dienstag bei einem Kongress des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin.

"Die europäischen Banken sind nicht in guter Form", sagte Fitschen, der auch Präsident des Verbandes der deutschen Privatbanken ist. In den USA zum Beispiel sei bei den Problemen der Branche schneller Abhilfe geschaffen worden als in Europa.

Fitschen sagte, es sei eine Illusion, dass man Banken so sicher machen könne, dass von ihnen keine Risiken mehr ausgingen: "Finanzkrisen werden wir auch in Zukunft haben." Die Banken müssten aber so sicher gemacht werden, dass sie vom Markt verschwinden könnten, ohne die Steuerzahler zu belasten.

Harsche Kritik übte Fitschen erneut an der europäischen Debatte über ein Trennbankensystem. Es gebe keinen Nachweis, dass dieses sicherer wäre als das jetzige Universalbankensystem. Wenn es gelinge, ein funktionierendes Sanierungs- und Abwicklungssystem für Banken zu errichten, müsse man sich keine Sorgen mehr machen, dass Banken zu groß seien, um in eine Pleite gehen zu können. "Man sollte das ganze dann mit mehr Gelassenheit hinnehmen", sagte der Co-Chef des deutschen Marktführers.

Das Trennbanken-Modell ist in Deutschland längst keine theoretische Überlegung mehr: Bundestag und Bundesrat haben inzwischen ein Gesetz verabschiedet, das den Instituten vorschreibt, ab 2016 riskante Geschäftsteile vom klassischen Einlagengeschäft abzutrennen. Damit sollen die Sparer und Steuerzahler besser vor Spekulationen der Banken geschützt werden.

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