Finanzkrise: Die Ansteckungsgefahr steigt

Finanzkrise: Die Ansteckungsgefahr steigt

"Ein weiterer Konjunkturabschwung und eine Ausweitung der Schuldenkrise könnten die Widerstandsfähigkeit der ohnehin bereits überforderten Banken gefährden, was zu weniger Krediten für die Wirtschaft führen könnte und das Risiko weiter erhöhen würde", erklärt das mit Notenbankern und Finanzaufsehern besetzte Gremium.

Der Europäische Systemrisikorat (ESRB) warnt vor einer Ansteckung weiterer Staaten durch die um sich greifende Schuldenkrise in einigen Euro-Ländern. "Die grundlegende Herausforderung bleibt eine Begrenzung der Ansteckung zwischen Mitgliedsländern der Europäischen Union", teilte der Rat am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Risiko einer systemischen Krise mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft und Finanzsektor bleibe sehr hoch, urteilte das vor allem aus Notenbankern bestehende Gremium.

Zusammen mit dem weiter zunehmenden Druck auf das Bankensystem und der seit dem Jahreswechsel schwächeren Konjunkturaussichten entstünde eine gefährliche Mischung: "Ein weiterer Konjunkturabschwung und eine Ausweitung der Schuldenkrise könnten die Widerstandsfähigkeit der ohnehin bereits überforderten Banken gefährden, was zu weniger Krediten für die Wirtschaft führen könnte und das Risiko weiter erhöhen würde."

Das 2011 in Reaktion auf die Finanz- und Bankenkrise 2007 bis 2009 ins Leben gerufene European Systemic Risk Board (ESRB) ist eine Art Oberaufsicht über die europäischen Finanzaufseher für Banken, Versicherungen und Märkte. Der mit Notenbankern und Aufsehern fachlich hochkarätig besetzte Rat soll deren Arbeit ergänzen und das Finanzsystem quasi aus der Vogelperspektive kontrollieren, indem er so früh wie möglich Fehlentwicklungen wie Spekulationsblasen aufdeckt und öffentlich macht. Konkrete Befugnisse hat der ESRB nicht. Das Sekretariat des Rats sitzt bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Geleitet wird der ESRB von EZB-Präsident Mario Draghi, sein Vize ist der britische Notenbankgouverneur Mervyn King. Deutschland ist über Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin im Rat vertreten.

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