Europäer sehen Sparpolitik als gescheitert an

Europäer sehen Sparpolitik als gescheitert an

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Gallup-Instituts für die Internetseite Debating Europe, sagten 51 Prozent der befragten EU-Bürger, dass die Sparpolitik nicht funktioniere, fünf Prozent sagten das Gegenteil. Weitere 34 Prozent glauben, dass mehr Zeit vergehen muss, bis die Sparmaßnahmen eine positive Wirkung zeigen.

Dabei wird die Sparpolitik nicht nur in den Krisenländern, die im Gegenzug für Hilfsgelder strenge Reformprogramme erfüllen müssen, kritisch gesehen. Auch 68 Prozent der befragten Österreicher sind der Meinung, dass die Sparpolitik nichts bringe - der zweithöchste Wert nach Griechenland (80 Prozent). In Portugal sehen 68 Prozent die Sparpolitik als gescheitert an, in Zypern 64 Prozent. In Irland hingegen, das am Jahresende aus seinem Hilfsprogramm entlassen werden soll, ist dieser Meinung nur rund ein Drittel der Befragten. Dort sind 44 Prozent der Befragten der Meinung, die Sparpolitik funktioniere. Die positivste Einstellung zur Sparpolitik wurde in den mittelosteuropäischen Staaten Bulgarien (61 Prozent), Litauen (53 Prozent), der Slowakei (44 Prozent) und Ungarn (43 Prozent) gemessen.

Weit verbreitet ist der Umfrage zufolge die Ansicht, dass von der Sparpolitik nicht die gesamte EU, sondern nur einzelne Länder profitieren: 22 Prozent sehen Vorteile für ganz Europa, 67 Prozent der Befragten sehen nur die Interessen bestimmter Länder bedient. An erster Stelle wird hier Deutschland (77 Prozent) vor Frankreich (48 Prozent) und Großbritannien (39 Prozent) genannt. Auf den folgenden Plätzen liegen Griechenland (23 Prozent) sowie Italien und Spanien (jeweils 20 Prozent). 17 Prozent der Befragten sehen Österreich als Profiteur.

Die Umfrage wurde vom 13. bis 23. September vorgenommen. Dafür wurden 6177 Bewohner aus allen EU-Mitgliedsstaaten außer Luxemburg befragt.

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