Eurokrise bremst auch Schweizer Wirtschaft

Eurokrise bremst auch Schweizer Wirtschaft

Die Euro-Schuldenkrise hinterlässt immer größere Bremsspuren in der Schweizer Wirtschaft. Die Konjunktur-Experten der Schweizer Regierung rechnen für dieses Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent anstatt der noch im Sommer prognostizierten 1,4 Prozent.

Auch die wirtschaftlich stärkeren Länder des Euroraumes wie etwa der wichtige Haupthandelspartner Deutschland würden zunehmend in einen konjunkturellen Abwärtssog geraten, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Herbstprognose der Expertengruppe des Bundes. Für nächstes Jahr stellt sie allerdings wieder ein stärkeres Wachstum in Aussicht. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich aber verschlechtern.

Trotz der jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) zum notfalls unbegrenzten Ankauf von Anleihen von Krisenländern werde sich der Euroraum wohl nur langsam aus der Rezession lösen, erwarten die Experten. Die Konsolidierung der Staatshaushalte sowie die Anpassungsprozesse in den südeuropäischen Ländern benötigten Zeit. Die Länder außerhalb Europas sollten dagegen ihre Konjunkturdellen im kommenden Jahr überwinden können. Vor allem China habe den Willen und die finanziellen Mittel, seine Wirtschaft zu stabilisieren. Für eine Entwarnung in der Euro-Schuldenkrise sei es aber noch zu früh. Solange sich in den Krisenländern keine Verbesserung bei den Staatsfinanzen und bei der Wettbewerbsfähigkeit abzeichne, "ist die Euro-Schuldenkrise noch nicht gelöst".

Die Schweizer Wirtschaft halte sich aber "trotz unverkennbarer Abschwächung im europäischen Quervergleich weiterhin überdurchschnittlich gut", hieß es in der Prognose. Die Schweizer sind weiter konsumfreudig und das stützt die Binnenkonjunktur. Die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte und verteidigte Kursuntergrenze für den Euro im Verhältnis zum Franken schützt die Exportwirtschaft vor dem Schlimmsten. 2013 dürfte das Wachstum des Bruttoinlandprodukte (BIP) "unter der Voraussetzung einer allmählichen Stabilisierung der Wirtschafts- und Finanzlage im Euroraum" wieder auf 1,4 Prozent steigen. Der Arbeitsmarkt dürfte die Konjunkturabkühlung jedoch zu spüren bekommen. Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent, die 2013 dann wohl auf 3,3 Prozent steigen werde.

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