Eurogruppenchef: "Wir sollten so schnell wie möglich raus"

Eurogruppenchef: "Wir sollten so schnell wie möglich raus"

Nach der Tagung des Ecofin-Rates eröffnet der Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker die Pressekonferenz mit einem ungewöhnlichen Eingeständnis. Eigentlich wolle er jetzt lieber vor dem Fernseher sitzen und das Spiel Portugal gegen Tschechien sehn, meint Juncker der sich als Fan der Portugiesen outete.

"Ich habe ein größeres Probleme, und das ist folgendes, ich möchte eigentlich keine Pressekonferenz geben, weil ich mir gerne das Spiel zwischen Portugal und Tschechien anschauen möchte". Mit diesen Worten leitete Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker Donnerstag am späten Abend die Abschluss-PK des Finanzministertreffens der Währungsunion ein.

Und Juncker erwies sich dabei auch - wenn schon nicht als Prophet, so doch als profunder Kenner seines Landes. Der Luxemburger prophezeite, dass im Fall eines Sieges von Portugal die Minister und Journalisten schnell in ihre Hotels gelangen sollten, denn andernfalls würden die 20 Prozent Portugiesen in der Hauptstadt die Straßen bis in die frühen Morgenstunden blockieren.

"Ich bin natürlich ein Fan von Portrugal. Aber 20 Prozent der Einwohner Luxemburgs sind Portugiesen. Wenn die gewinnen, versichere ich ihnen, dass sie bis drei Uhr früh brauchen werden, um in ihr Hotel zu gelangen, weil alle Straßen zu sind. Deshalb sollten wir so schnell wie möglich raus hier".

Zu dem Zeitpunkt stand es noch 0:0 und Juncker äußerte die Erwartung, dass es damit eine Verlängerung geben könnte und die Minister nach Hause kommen können, "hoffentlich bevor Portugal gewonnen haben wird". Kurz danach fiel während der gemeinsamen Pressekonferenz mit IWF-Chefin Christine Lagarde das 1:0 für Portugal, was bei Juncker einigen Jubel auslöste. Lagarde reagierte etwas distanziert und meinte, sie hoffe, dass die Pressekonferenz fortgesetzt werden könnte. Was auch schließlich ohne Probleme gelang.

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