Euro-Banken müssen schrumpfen

Euro-Banken müssen schrumpfen

Während Mitte Juli die großen US-Banken Quartals-Rekordergebnisse präsentierten, ziehen über den Geldhäusern der Eurozone düstere Wolken auf.

Laut einer Analyse der selbst krisengebeutelten Royal Bank of Scotland (RBS) müssten sie ihr Geschäftsvolumen bis 2016 um mindestens 2,7 Billionen Euro reduzieren, um weiterhin "nachhaltig“ wirtschaften zu können.

Übersetzung: Die Finanzinstitute der inzwischen auf 18 Mitgliedsländer angewachsenen Eurozone, deren kumulierte Bilanzsumme mit rund 33 Billionen Euro - ungefähr das Dreieinhalbfache der gesamten Wirtschaftleistung der Region ausmacht - müssen ihr Geschäft dramatisch zurückfahren. Ansonsten sind entweder Bankenpleiten oder neuerliche Staatshilfen auf Kosten der Steuerzahler unvermeidlich. "Das werden sich die Regierungen aber nicht leisten können“, so das RBS-Papier. "Das Euro-Bankensystem ist nicht nur das größte der Welt, sondern es ist inzwischen schlichtweg zu groß. In Japan, Kanada oder Australien machen die Bilanzsummen des Bankensektors nur noch das Doppelte der dortigen BIPs aus. Und in den USA ist der Sektor bereits auf die Größe der Wirtschaftsleistung geschrumpft.“

Nur durch solches Downsizing könne die nötige Stärkung der Eigenkapitalbasis erreicht werden. So hat beispielsweise die Deutsche Bank, eines der größten Institute Europas und der Welt, bereits durchklingen lassen, seine Bilanzsumme in der Höhe von schwindelerregenden 2.000 Millliarden Euro in den kommenden zwei Jahren um 20 Prozent zu reduzieren. Denn das seit gut einem Jahr vom Investmentbanker Anshu Jain (Bild) geleitete Haus steht zwar mit einer risikogewichteten Kernkapitalquote von 9,6 Prozent auf recht festen Beinen. Aber die Leverage-Ratio, also das Verhältnis von Eigenkapital zu sämtlichen Vermögenswerten, liegt mit zwei Prozent deutlich unter der von den Regulierern bis 2015 erwünschten Zielvorgabe von drei Prozent.

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