EU-Wahl: Tschechiens Sozialdemokraten setzen auf Sex am Arbeitsplatz

EU-Wahl: Tschechiens Sozialdemokraten setzen auf Sex am Arbeitsplatz

Die Arbeitslosenrate in Tschechien liegt bei acht Prozent. Acht Prozent, die keinen Sex am Arbeitsplatz haben können. Mit diesem Thema wirbt die tschechische Partei der Sozialdemokraten CSSD für die nahende EU-Wahl am 25. Mai.

Die tschechischen Sozialdemokraten werben im Europawahlkampf mit Sex am Arbeitsplatz. Im Internet lässt die Partei von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka einen Werbespot verbreiten, in dem es heißt, dass Sex am Arbeitsplatz "fein" sei. Die vielen Arbeitslosen im Land würden aber um diesen Genuss umfallen.

Die Aufnahme zeigt eine Blondine, die im Büro ungeduldig auf die Pause wartet. Als es so weit ist, geht sie in einen Nebenraum. "Jeder hat Lust, in der Arbeitspause etwas Anderes zu tun. Und Sex in der Arbeit ist fein", sagt dazu eine Stimme aus dem Off. Durch Milchglasscheiben ist zu sehen, wie der im Nebenraum wartende Liebhaber die Frau zum Sex wegträgt. "Schade nur, dass über eine halbe Million Leute keine Arbeit hat", lautet der abschließende Kommentar zur Szene. Es handelt sich um eine Anspielung auf die über acht Prozent liegende Arbeitslosenrate in Tschechien, deren Bekämpfung sich die CSSD auf die Fahnen geheftet hat.

Lukas Kaucky, der Chef der CSSD-Jugendorganisation, die den Spot drehen ließ, zeigte sich erfreut über die Resonanz. Ins Fernsehen wolle er damit aber nicht gehen, weil es auch viele kritische Stimmen gebe. Parteichef Sobotka stellte sich hinter die Macher des Spots. "Man sollte nicht übertrieben prüde sein." Der Spot mache auf "das schaudernd reale Problem der hohen Arbeitslosigkeit aufmerksam", betonte der Regierungschef.

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