EU-Beitritt: Türkei geht in die Offensive

EU-Beitritt: Türkei geht in die Offensive

Verärgert über den jüngsten Fortschrittsbericht der EU-Kommission hat die Türkei eine eigene Zwischenbilanz ihrer Reformen vorgelegt.

In dem am Montag veröffentlichten Bericht lobt sich die Regierung in Ankara als die "reformfreudigste" in ganz Europa. Der Bericht sei nicht nur eine Reaktion auf die im Oktober vorgelegte EU-Beurteilung, sondern spiegele auch die "Entschlossenheit" der Türkei wider, mit ihren Reformen fortzufahren, erklärte Europaminister Egemen Bagis. Er zeuge zudem vom Selbstbewusstsein der Türkei und sei eine "Herausforderung für die gelähmte Mentalität" in Europa.

Die EU-Kommission hatte der Türkei im Oktober unter anderem Mängel bei der Lage der Menschenrechte und unzureichende Reformen vorgeworfen. Ankara wies die Kritik als "parteiisch" und "unbegründet" zurück. In dem nun vorgelegten eigenen Bericht listet die türkische Regierung auf 270 Seiten Bereich für Bereich die im Jahr 2012 angegangenen Reformen auf. Während Europa sich in einer schweren Krise befinde, durchlebe die Türkei die "demokratischste, wohlhabendste, modernste und transparenteste Phase ihrer Geschichte", heißt es in dem Dokument.

Es ist der erste Bericht dieser Art seit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der EU im Jahr 2005. Angesichts von Vorbehalten in EU-Staaten wie Deutschland und dem Streit um die zwischen einem griechischen und einem türkischen Teil gespaltene Mittelmeerinsel Zypern laufen die Verhandlungen äußerst schleppend.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa