"Es ist eine existenzielle Krise, aber es ist wahrscheinlich die beste Krise, die wir je hatten"

"Es ist eine existenzielle Krise, aber es ist wahrscheinlich die beste Krise, die wir je hatten"

"Wir sollten uns alle mental darauf einstellen, den Rest dieses Jahrzehnts in dieser Krise zu stecken", sagte Stubb in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Europa funktioniere grundsätzlich in Krisen-Zyklen, die der Regel zehn Jahre andauerten. Im Kern der Debatte gehe es dieses Mal aber um die schlichte Existenz der Europäischen Union.

"Es ist eine existenzielle Krise, aber es ist wahrscheinlich die beste Krise, die wir je hatten", erklärte Stubb zum Auftakt des EU-Gipfels in Brüssel. So zwinge die Schuldenkrise die Staats- und Regierungschefs dazu, eine Reihe von schwierigen Entscheidungen zu treffen. "Und wie wir alle wissen, werden nur wenige schwierige Entscheidungen in einer entspannten Atmosphäre getroffen."

Stubb zeigte sich aber zuversichtlich, dass am Ende ein Kompromiss zwischen den relativ stabilen Euro-Ländern in Nord- und Mitteleuropa einerseits und den angeschlagenen Mitgliedsstaaten in Südeuropa andererseits möglich sei.

Personalentscheidungen sind gefallen

Die Euro-Länder haben nach monatelanger Hängepartie eine Reihe von wichtigen Personalentscheidungen gefällt. Der Luxemburger Ministerpräsident Jean-Claude Juncker soll Chef der Euro-Finanzminister bleiben. Darauf hätten sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone am Rande des EU-Gipfels in Brüssel verständigt, sagten mehrere mit den Beratungen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Zugleich werde Junckers Landsmann, der luxemburgische Notenbankpräsident Yves Mersch, den in diesem Monat freigewordenen Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen. Der bisherige Chef des Euro-Rettungsfonds EFSF, der Deutsche Klaus Regling, übernimmt demnach auch die Leitung des dauerhaften Rettungsmechanismus' ESM.

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