Entwarnung: Doch keine Rezession in Deutschland?

Entwarnung: Doch keine Rezession in Deutschland?

Nach dem Einbruch Ende 2012 werde das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März wieder um 0,2 Prozent wachsen, sagen 15 von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen im Mittel voraus.

Im letzten Vierteljahr 2012 hatte es mit minus 0,5 Prozent nicht nur den ersten Rückgang seit einem Jahr gegeben, sondern zugleich den stärksten seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009. Zwei Minus-Quartale in Folge gelten als Rezession. "Sie bleibt uns erspart", sagte Ökonomin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. "Dafür spricht die Belebung in China, von der die gesamte Weltwirtschaft profitiert." Auch in den USA dürfte es nach oben gehen.

Im Jahresverlauf dürfte die deutsche Wirtschaft noch eine Schippe drauflegen. Für das zweite Quartal wird ein Plus von 0,3 Prozent erwartet, das sich im dritten und vierten Quartal auf je 0,4 Prozent erhöhen soll. Für das Gesamtjahr bedeutet das ein Wachstum von 0,6 Prozent. Die Ökonomen sind damit optimistischer als Bundesregierung und Bundesbank, die nur ein Plus von 0,4 Prozent voraussagen. 2014 soll sich das Wachstum fast verdreifachen: Die Experten rechnen dann - wie die Regierung - mit 1,6 Prozent.

Zahlreiche Risiken

Allerdings sehen die Ökonomen einen Vielzahl von Risiken für die exportabhängige deutsche Industrie. Die größte Gefahr: "Eine erneute Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise mit einhergehendem Vertrauensverlust in die Fähigkeit der Politik, eine Beruhigung bewirken zu können", sagte Timo Klein von IHS Global Insight. Aber auch ein "frischer Schwächeanfall" der Weltkonjunktur, vor allem der beiden größten Volkswirtschaften USA und China, könnte der erwarteten Belebung in die Quere kommen.

Dass Deutschland anders als viele andere Euro-Staaten nicht in eine Rezession abrutschen dürfte, führen die Volkswirten zum einen auf die robusten Exporte zurück - auch wenn sie 2013 mit 3,5 Prozent etwas langsamer wachsen sollen als im Vorjahr. Zum anderen sollte der private Konsum stützen: Die Ausgaben der Verbraucher sollen mit 0,9 Prozent etwas deutlicher zulegen als 2012. "Dafür sprechen der robuste Arbeitsmarkt und die niedrigen Zinsen, die den Kauf von teuren Gütern wie Autos oder Möbel attraktiver macht", sagte Sal. Oppenheim-Expertin Kastens.

Löhne steigen schneller als Preise

Dazu dürften steigende Einkommen beitragen. "Die Lohnzuwächse werden sich um 2,7 Prozent bewegen", sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. "Die Tariflöhne werden 2013 voraussichtlich um etwa 2,5 Prozent steigen", sagte auch Peter Hohlfeld vom gewerkschaftsnahen IMK-Institut. Sie würden damit schneller steigen als die Preise: Die Inflationsrate soll sich bei etwa zwei Prozent halten.

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