Entscheidung über Griechenland-Hilfen im November

Entscheidung über Griechenland-Hilfen im November

Die Entscheidung über die Auszahlung der nächsten Griechenland-Tranche wird erst Anfang November fallen.

Der für den Beschluss nötige Bericht der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank verzögere sich, meldete der "Spiegel" unter Berufung auf Brüsseler Diplomaten. Zuletzt hieß es, der Lagebericht werde Ende September oder Anfang Oktober vorliegen.

Weiter berichtete das Magazin, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe im kleinen Kreis deutlich gemacht, dass Griechenland im Herbst auf keinen Fall den Euro-Raum verlassen dürfe und eine Lösung angemahnt. Die Kanzlerin und ihre Berater befürchteten einen Domino-Effekt wie nach der Lehman-Pleite 2008, hieß es. Die Grundsatzentscheidung für das pleitebedrohte Mittelmeerland sei im Kanzleramt gefallen, bevor die Troika-Experten in der vergangenen Woche nach Athen aufgebrochen seien.

Die Inspektoren prüfen den Stand der Umsetzung der Reformen, die sich wegen der Wahl in Griechenland verzögert haben. Ein positiver Bericht ist die Voraussetzung für weitere Milliardenhilfen. Griechenland dringt auf mehr Zeit zur Umsetzung des Reformprogramms. In der Bundesregierung wird dies mit großer Skepsis gesehen.

Demos in Griechenland

Währenddessen haben in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki mehrere Tausend Menschen gegen ein neues Sparprogramm protestiert. Viele Demonstranten trugen Transparente mit der Losung: "Umsturz! Entweder die oder wir". Sie warfen der Regierung unter Regierungschef Samaras vor, den "Befehlen der Geldgeber-Troika zu gehorchen und das Land und seine Menschen in die Katastrophe zu führen".

In Griechenland soll bald ein neues hartes Sparpaket in Höhe von mehr als 11,5 Milliarden Euro in Kraft treten. Es seien die größten Demonstrationen in den letzten Monaten, berichteten Reporter. Unter den Demonstranten war auch Oppositionsführer Alexis Tsipras, Chef des Linksbündnisses SYRIZA. Auch Polizisten und Feuerwehrleute nahmen an den Demonstrationen teil. Zu den Protesten hatten die beiden größten Gewerkschaften aufgerufen. Sie verliefen zunächst friedlich.

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