Empfindlicher Dämpfer für deutsche Wirtschaft

Empfindlicher Dämpfer für deutsche Wirtschaft

Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft in Deutschland fiel im März um 2,3 auf 51,0 Punkte, teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 1.000 Unternehmen mit.

Einen so starken Rückgang gab es zuletzt im Juli 2011. Das Barometer hielt sich aber knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird.

"Deutschland dürfte im ersten Quartal 2013 zwar wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sein", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Allerdings bestehe die Gefahr, dass der Aufschwung merklich an Kraft verliere. "Besorgniserregend ist zudem, dass die Umfrageteilnehmer ihre Schätzung vor der jüngsten Parlamentsabstimmung zur Rettungsaktion in Zypern abgegeben haben", sagte Moore. Die Zypern-Krise dürfte sich deshalb erst künftig niederschlagen - vor allem auf die Investitionsbereitschaft.

Die Geschäfte der Industrie schrumpften bereits im März. Hier fiel das Barometer um 1,4 auf 48,9 Zähler. Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg auf 50,5 Punkte erwartet. "In der Industrie wirkte sich vor allem die rückläufige Exportnachfrage seitens der Länder Südeuropas und der Lagerabbau bei einigen Kunden negativ aus, während die Nachfrage nach Industrieerzeugnissen 'Made in Germany' aus Asien und Nordamerika anzog", hieß es.

Die Dienstleister wuchsen dagegen erneut, allerdings deutlich langsamer als erwartet. Hier sank der Einkaufsmanagerindex um 3,1 auf 51,6 Punkte. Ökonomen hatten mit einem Plus auf 55,0 Zähler gerechnet. "Auch bei den Dienstleistern gingen etwas weniger Neu-und Folgeaufträge ein", schrieben die Markit-Experten. Trotzdem wurden in der Privatwirtschaft erneut neue Stellen geschaffen - und zwar so viele wie seit Jänner 2012 nicht mehr.

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