Elbe-Hochwasser: Dämme weiter gefährdet

Elbe-Hochwasser: Dämme weiter gefährdet

Unermüdlich waren tausende Helfer im Kampf gegen die Elbe-Wassermassen im Einsatz. Während die Hochwasser-Lage in Teilen Sachsen-Anhalts weiter angespannt bleibt, stagnierten oder sanken die Pegelstände in den Bundeslänern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

In Bayern gingen die Aufräumarbeiten und die Begutachtung der Schäden weiter, heftiger Regen ließ die Donau wieder anschwellen. Die Überschwemmungen richteten in Deutschland nach Schätzungen einen Milliardenschaden an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte erneut die Krisenregion. Ein nach oben hin unlimitierter Hilfsfonds soll geschaffen werden, man rechnete mit notwendigen rund acht Milliarden Euro.

Die Zahl der Toten in Folge des Hochwassers in Deutschland stieg auf mindestens acht. Ein 61-Jähriger wollte in Aken in Sachsen-Anhalt seinen Keller auspumpen und erlitt in der Nacht auf Mittwoch einen tödlichen Stromschlag, wie die Polizei mitteilte.

Der Deichbruch in Fischbeck im Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) konnte noch nicht geschlossen werden. In Klietz, Wust und Neu-Kamern würden Evakuierungen unter anderem zwangsweise durchgesetzt, wie die örtliche Einsatzleitung mitteilte. Am Mittwoch waren in Sachsen-Anhalt 12.500 Helfer im Einsatz. Zugleich waren noch 40.000 Menschen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Sperre einer Elbebrücke wegen Hochwassers bei Schönhausen in Sachsen-Anhalt wird weiter den Fernbahnverkehr behindern. Es sei nicht abzusehen, wann die Brücke wieder freigegeben werden kann, da auch mit Schäden an dem Bauwerk zu rechnen sei, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Leipzig.

In Lauenburg in Schleswig-Holstein stieg das Elbe-Hochwasser kaum noch. Laut Vorhersage sollen die Pegelstände in den nächsten Tagen sinken, aber nur langsam. "Wir sind über jeden Zentimeter weniger froh und freuen uns schon, wenn der Wert nicht weiter ansteigt. Denn ein Zentimeter weniger bedeutet 16 Tonnen weniger Wasserdruck für die Deiche", sagte Krisenstab-Sprecher Karsten Steffen.

Drei bis fünf Tage Anspannung in Niedersachsen

Trotz leichter Entspannung in den Hochwassergebieten in Niedersachsen sehen die Katastrophenschutzstäbe noch für mehrere Tage Gefahr für die Deiche. "Die nächsten drei bis fünf Tage wird die Situation so bleiben", sagte ein Sprecher des Krisenstabes des Landkreises Lüneburg am Mittwoch.

Auch in Brandenburg blieben die Deiche in der Prignitz wegen der weiter hohen Wasserstände gefährdet. In Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) sank das Hochwasser, in Boizenburg stabilisierten sich die Werte. Wachen suchten nach Sickerstellen in den Deichen, etwas 3.000 Retter sind im Dauereinsatz.

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