"Ein starker Euro macht die Starken stärker und die Schwachen schwächer"

"Ein starker Euro macht die Starken stärker und die Schwachen schwächer"

Frankreich müsse nun unter ungleich schwierigeren Bedingungen Strukturreformen nachholen, die Deutschland bereits vor Jahren ergriffen habe, erklärte der Generalsekretär für staatliche Investitionen in Frankreich.

Gallois betonte ausdrücklich, dass er seine persönliche Meinung äußere, nicht die der Regierung. Trotz der Widrigkeiten würden die Reformen jetzt umgesetzt. "Wir können ihnen nicht ausweichen", sagte er.

Insgesamt müsse Europa zu einer ausgewogeneren Wirtschaftsentwicklung kommen. Die finanz- und wirtschaftspolitische Entwicklung in Europa laufe immer mehr auseinander. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt werde, könnte der Euro infrage gestellt werden. "Ein starker Euro macht die Starken stärker und die Schwachen schwächer", sagte der frühere Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmens EADS.

Fünf Mängel Frankreichs

Frankreich weise im Vergleich zu Deutschland fünf Mängel auf, sagte Gallois. Als Kernprobleme bezeichnete er mangelnde Zusammenarbeit und eine unzureichende Weiterleitung von Sparvermögen in die Unternehmen. Zudem fehle es Frankreich an einem innovativen Mittelstand. Auch der soziale Dialog zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sei vergleichsweise schwach. Schließlich seien die Kosten in wichtigen Bereichen zu hoch.

Insgesamt hätten französische Produkte im Hinblick auf Innovation und Qualität keinen hohen Stellenwert in der Welt. "Wir haben begonnen, das anzugehen", sagte Gallois mit Blick auf den "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" in Frankreich.

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