Edward Snowden fürchtet um sein Leben

Edward Snowden fürchtet um sein Leben

Der im russischen Exil lebende US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden fürchtet um sein Leben. Sein Anwalt bezieht sich auf Äußerungen von Vertretern des US-Verteidigungsministeriums, die den IT-Spezialisten gerne tot sehen würden.

Moskau. Edward Snowden bekommt es mit der Angst zu tun. Es gebe "da draußen reale Bedrohungen seines Lebens, die sehr aktuell sind", sagte sein Anwalt Anatoli Kutscherena am Dienstag dem russischen Staatssender Westi 24. Forderungen nach körperlicher Bestrafung ließen um Leben und Wohlergehen Snowdens fürchten.

In der vergangenen Woche erschien im US-Internetportal BuzzFeed ein Artikel über Snowden, auf den sich der Anwalt nun offensichtlich bezog. "Ich würde ihm gern eine Kugel in den Kopf schießen", wurde ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums darin zitiert. "In einer Welt, in der es mir nicht verboten wäre, einen Amerikaner zu töten, würde ich selbst losgehen und ihn töten", hieß es weiter. Der 30-jährige IT-Spezialist Snowden war über ein Subfirma für den US-Geheimdienst NSA tätig und enthüllt seit dem Vorjahr vertrauliche Informationen über die Spähprogramme des Dienstes. Aus Angst vor den US-Behörden setzte er sich im Sommer 2013 via Hongkong nach Moskau ab, wo ihm Asyl gewährt wurde.

Die Mehrheit der Amerikaner bleibt indes skeptisch, ob sich an der Spionagetätigkeit der Geheimdienste etwas ändern wird. US-Präsident Barack Obamas hatte in einer Rede Reformen angekündigt. Zwei von drei US-Wählern befürchten laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage, dass die NSA unverändert weiter schnüffeln oder die Spionage sogar noch ausweiten werde. 68 Prozent erklärten den Meinungsforschern des Instituts Rasmussen Reports, dass die Telefongespräche normaler US-Bürger in ihren Augen wohl auch weiterhin abgehört würden. Etwa die Hälfte der Befragten traut der Regierung nicht zu, bei der Spionage den Rahmen der amerikanischen Verfassung einzuhalten.

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