Dramatische Beschäftigungssituation für neun Millionen Italiener

Dramatische Beschäftigungssituation für neun Millionen Italiener

Im ersten Quartal 2013 waren 9,117 Millionen Italiener arbeitslos, auf Kurzarbeit oder wegen Betriebskrisen gezwungenermaßen auf Teilzeit, ergab die Studie. Das sei eine Rekordzahl in Italien.

Neben fünf Millionen Arbeitslosen und Arbeitnehmern auf Kurzarbeit, müsse man 4,11 Millionen Personen mit unsicheren Arbeitsverhältnissen oder in Teilzeitarbeit dazurechnen. Besonders in Süditalien sei die Lage schwierig. Der Gewerkschaftsverband klagte über eine „dramatische Beschäftigungssituation“ und machte Druck auf die Regierung Letta für zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Trotz einiger Signale des Wirtschaftsaufschwungs, die Italien nach über zwei Jahren Rezession zu spüren bekommt, wird die Zahl der Arbeitslosen bis Ende 2013 um 400.000 Personen auf ein Rekordhoch von 3,5 Millionen wachsen, berichtete das Forschungsinstitut des italienischen Handwerkerverbands CNA. Besonders belastet sind die Industrie und die Baubranche, in denen in den letzten fünf Jahren 732.000 Jobs verlorengegangen sind.

In Italien wurde im Juni ein Rekordtief an Beschäftigten erreicht. Lediglich 22,5 Millionen gehen einer Arbeit nach, die Arbeitslosigkeit beträgt 12,1 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte im Juni ein Rekordhoch von 39 Prozent. Die ausgezahlten Stunden Kurzarbeit sind im ersten Halbjahr 2013 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

Immer mehr Arbeitnehmer begnügen sich mit einer Teilzeitarbeit, um ihren Job nicht ganz zu verlieren. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Arbeitnehmer, die lediglich 16 Stunden pro Woche arbeiten, auf 605.000 gestiegen, das sind um zwei Drittel mehr als 2007. 90 Prozent der Arbeitnehmer akzeptieren die Reduzierung der Arbeitsstunden, um den Job nicht ganz zu verlieren.

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