Dominique Strauss-Kahn und seine Sex-Orgien

Dominique Strauss-Kahn und seine Sex-Orgien

Wahre Sex-Orgien "mit haufenweise Matratzen auf dem Boden", ein "Partykönig" und bestellte Prostituierte: Eine französische Zeitung hat erstmals aus der Anklageschrift gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen des Vorwurfs der Zuhälterei zitiert.

Der konservative "Figaro" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf das Dokument, die Untersuchungsrichter seien fest überzeugt davon, es bei ihren Ermittlungen nicht mit Swingerpartys mit unbezahlten Frauen sondern mit "bestellten Dienstleistungen" zu tun zu haben. Strauss-Kahn soll demnach im Mittelpunkt dieser Sex-Partys gestanden sein.

Drei Untersuchungsrichter der nordfranzösischen Stadt Lille hatten Ende Juni Anklage gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen "schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei" erhoben. Es geht um Sex-Partys zwischen 2009 und 2011 mit Prostituierten, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe Polizisten und Geschäftsmänner teilnahmen. Strauss-Kahn bestreitet nicht, an den Sex-Partys unter anderem in Paris und Washington teilgenommen zu haben. Der heute 64-jährige Franzose will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um bezahlte Prostituierte handelte.

"Ahnungslosigkeit" sei ein "Verteidigungssystem"

Laut "Le Figaro" weisen die Untersuchungsrichter dies in ihrer Anklageschrift zurück: Die angebliche "Ahnungslosigkeit" sei ein "Verteidigungssystem". Die Richter berufen sich dabei auf Aussagen von Callgirls, die an den Feiern teilnahmen und unter anderem die Szene mit den Matratzen beschrieben. Es habe sich eindeutig um "sexuellen Konsum" gehandelt und "keinesfalls" nur um sexuellen Partnertausch.

Der als "Partykönig" beschriebene Strauss-Kahn spielte bei den Sex-Treffen laut den Untersuchungsrichtern eine zentrale Rolle: Die Partys seien "nie ohne ihn" organisiert worden und hätten in Abhängigkeit seines Terminkalenders stattgefunden - je nachdem, wo er sich wann aufhielt. Auch seien die Partys unter anderem in einer von Strauss-Kahn gemieteten Wohnung in Paris organisiert worden, dadurch sei der Tatbestand der Zuhälterei erfüllt.

Strauss-Kahn war im Mai 2011 als IWF-Chef zurückgetreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen worden war. Ein Strafprozess wurde wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers später eingestellt. Ende vergangenen Jahres einigte sich Strauss-Kahn mit der Frau außergerichtlich auf die Zahlung einer finanziellen Entschädigung.

In seiner Heimat wurde gegen den einstigen Hoffnungsträger der französischen Sozialisten in der Affäre um die Sex-Partys Ende März 2012 ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wann der Prozess wegen Zuhälterei beginnt, steht noch nicht fest.

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