Dominique Strauss-Kahn's "Quick-Fix" der Schuldenkrise

Dominique Strauss-Kahn's "Quick-Fix" der Schuldenkrise

Sie ist in wenigen Wochen zu implementieren, wird das Vertrauen in die Währungsunion wiederherstellen und wäre bloß fair, so Strauss-Kahn auf dem Yalta European Strategy Forum.

Angesichts der in sehr kurzer Zeit möglichen Implementierung spricht der ehemalige IWF-Chef freilich nicht von der Fiskalunion. Für ihn ist die Lösung viel einfacher: "Die Wurzel ist der politische Wille - wollen wir die Probleme einzelner Länder teilen oder wollen wir das nicht", fragt er. "Verstehen wir, dass wir in einer Währungsunion eine gewisse Solidarität unter den Mitgliedsländern brauchen oder eben nicht. Ich bin davon überzeugt, dass eine Währungsunion ohne die Solidarität der Mitglieder nicht überleben kann."

Gut, die Lastenteilung wär jetzt ja nichts Neues, aber Strauss-Kahn wird konkreter: "Lassen Sie mich einen Vorschlag machen: Länder wie Deutschland und Frankreich können sich wegen der Flucht in Qualität zu sehr niedrigen Zinsen Geld leihen, während Spanien und Italien von Investoren gemieden werden. Die 'besseren' Länder haben also einen finanziellen Vorteil - und es gibt keinen Grund, warum sie diesen für sich beanspruchen sollten."

Man müsste also die "normalen" Zinsen für die Schuldenaufnahme innerhalb der Eurozone definieren, würde dann feststellen, dass etwa Deutschland und Frankreich niedrigere Zinsen zahlen und müsste die Differenz lediglich auf den Tisch legen - also sie etwa Spanien und Italien zugute kommen lassen. Laut Strauss-Kahns eigenenen Kalkulationen würde die Schuldenlage der Peripherie-Staaten damit auf einen Schlag nachhaltig tragbar und das Vertrauen wiederhergestellt. "Das ist ein simpler Mechanismus, der binnen Wochen einsatzbereit wäre und nur fair. Es geht nur um Fairness", so Strauss-Kahn.

Wie Strauss-Kahn die Krise lösen will ... in englischer Sprache (Quelle: Reuters):

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