"Die Unternehmensabwanderung ist ein Zeichen des Scheiterns des italienischen Staates"

"Die Unternehmensabwanderung ist ein Zeichen des Scheiterns des italienischen Staates"

Der Steuerdruck, der auf Unternehmen in Italien laste, betrage schon 65 Prozent und zwinge zum Abzug, sagte Luca Zaia, Präsident der Region Veneto, anlässlich eines Treffens mit dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser am Montag in Venedig.

"Wenn ein Unternehmen nach Kärnten abwandert, ist es meiner Ansicht nach nicht 'schuldig', denn Rom löst die Probleme nicht. Die Unternehmensabwanderung ist ein Zeichen des Scheiterns des italienischen Staates", meinte Zaia, der für die nächsten drei Jahre Präsident der "Euregio Senza Confini - Ohne Grenzen" ist, der auch Kärnten angehört.

Österreichs Anziehungskraft für italienische Betriebe wächst offenbar immer mehr. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 haben sich 315 italienische Unternehmen bei der österreichischen Betriebsansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency (ABA) über die Bedingungen zur Ansiedlung in Kärnten erkundigt. Im Gesamtjahr 2012 waren es 470.

Viele Betriebe, die wegen der Situation in Italien besorgt sind, informieren sich über die finanziellen Bedingungen und die Möglichkeiten, sich in Kärnten niederzulassen. Vor allem die günstigen Preise für Grundstücke und Büroflächen, die offenbar größere Unternehmensfreundlichkeit und die geografische Nähe zu Italien wirken anziehend auf Betriebe des südlichen Nachbarn. Aber auch die Möglichkeit, italienisch sprechendes Personal zu finden, ist ein Aspekte, der Investoren aus Italien besonders interessieren. Italienische Unternehmen suchen in Österreich wirtschaftliche, aber auch rechtliche und soziale Stabilität.

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