Die sinnloseste Studie der Welt

Die sinnloseste Studie der Welt

Studien können Theorien festigen oder widerlegen, nicht selten bestätigen sie auch einen bestimmten Verdacht. So haben wir uns alle doch schon mal überlegt, ob man nicht am Land eher ein Auto benötigt als in der Stadt.

Eine brandaktuelle Studie aus Deutschland bestätigt diesen vagen Verdacht: Das Center Automotive Research , kurz CAR, der Universität Duisburg-Essen hat doch tatsächlich herausgefunden, dass (Achtung, jetzt kommt´s:) „Großstadtbewohner deutlich seltener ein eigenes Auto als die Deutschen im Durchschnitt“ besitzen. Eine Erkenntnis, die hunderte Stunden an Befragung, Auswertung und Tiefenanalyse notwendig machten. Es wird sogar ein „Experte“ zitiert: "Dort, wo gute Verbindungen der öffentlichen Verkehrsträger vorliegen und Parkraum teuer ist, macht das eigene Auto weniger Spaß", sagte CAR-Experte Ferdinand Dudenhöffer laut Aussendung. In deutschen Medien wird er zudem mit folgender hochbrisanter Aussage zitiert: "Es gilt in etwa die Regel, je ländlicher, umso mehr Autos besitzen die Bürger.“ Und der Umkehrschluss fehlt auch nicht: „Oder umgekehrt, je größer die Stadt, umso weniger Autos pro Einwohner."

Es gibt auch Details

Schade, dass die meisten Medien nur diesen etwas oberflächlichen Teil der CAR-Studie aufgreifen. Die Studie geht nämlich durchaus ins Detail: So kommen in Städten mit mehr als einer halben Million Einwohner auf 1000 Bürger nur 336 Autos, deutschlandweit hingegen auf 1000 Einwohner 472 Fahrzeuge. Am seltensten im Vergleich der Großstädter besitzen die Berliner ein Auto (289 Fahrzeuge auf 1000 Bewohner). In Großstädten entwickle sich der Trend, dass Autos immer weniger genutzt würden, heißt es außerdem.

Quellen: u.a. APA, Welt Online

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