"Die Sparpolitik ist zu hart, sie führt in die Depression"

"Die Sparpolitik ist zu hart, sie führt in die Depression"

Der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, Peer Steinbrück, hat den Sparkurs der europäischen Staaten im Kampf gegen die Schuldenkrise als zu rigide kritisiert.

90 Prozent dessen, was die europäischen Staats- und Regierungschefs bei den bisher über 25 Gipfeltreffen beschlossen hätten, sei auf die Konsolidierung der Budgets gerichtet gewesen, sagte Steinbrück in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Einige Länder müssten in diesem und dem kommenden Jahr fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts einsparen, dies entspräche in Deutschland Einsparungen von 150 Milliarden Euro: "Was glauben sie, was da bei uns auf den Straßen los wäre!", sagte der SPD-Politiker. "Die Sparpolitik ist zu hart, sie führt in die Depression", mahnte Steinbrück.

Zugleich verteidigte der ehemalige deutsche Finanzminister die Haltung seiner Partei, in der Schuldenkrise den Kurs der Regierung weitgehend zu stützen. "Wir stimmen Rettungsmaßnahmen zu, weil wir das für den richtigen und verantwortlichen Kurs in unserer Europa-Politik halten und weil wir auch in der Opposition Entscheidungen treffen müssen, an die wir in der Regierungsverantwortung nahtlos anknüpfen müssen."

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