Die Privatisierungsliste von Wladimir Putin

Die Privatisierungsliste von Wladimir Putin

Nach der Rückkehr von Wladimir Putin ins Präsidentenamt hat Russland seine Privatisierungspläne überarbeitet.

Der Staat will binnen vier Jahren aus einer ganzen Reihe von Unternehmen aussteigen, vor allem im Rohstoffsektor. Im Folgenden ein Überblick über die Pläne:

PHASE 1: Teil-Privatisierungen bis Ende 2013

Sberbank : Der Staat hält 57,6 Prozent an der größten Bank des Landes und will 7,6 Prozent davon verkaufen. Die Pläne sind im vergangenen Jahr gescheitert, weil der Aktienkurs des Instituts abtauchte. Die Regierung will langfristig die Kontrolle behalten.

Rusnano : Die Regierung will zehn Prozent an dem bislang voll staatlichen Investmentfonds abgeben, der sich auf die Technologiebranche konzentriert.

Sowcomflot : Der Staat will 25 Prozent minus eine Aktie an der Reederei verkaufen, die die weltweit größte Flotte an Flüssiggastankern unterhält. Bis 2016 will sich der Staat ganz zurückziehen.

United Grain Company : Die Regierung verkauft 49 Prozent an dem staatlichen Getreidehändler für umgerechnet rund 145 Millionen Euro an die russische Investmentgruppe Summa. Der vollständige Ausstieg ist bis 2016 geplant.

Alrosa : Der Diamanten-Monopolist gehört Regierung sowie Regionen gemeinsam und ist der größte Konkurrent des südafrikanischen Konzerns De Beers. Der Staat will seinen Anteil zunächst auf 50 Prozent reduzieren und sich bis 2016 ganz zurückziehen.

PHASE 2: Kompletter Ausstieg bis 2016

VTB : Russland hat zehn Prozent an der zweitgrößten Bank 2011 an die Londoner Börse gebracht, für umgerechnet 2,6 Milliarden Euro. Im Moment hält der Staat noch 75,5 Prozent.

Aeroflot : Die Fluggesellschaft übernimmt derzeit fünf regionale Anbieter und festigt damit ihre Vormacht auf dem Heimatmarkt. Dem Staat gehören noch 51,17 Prozent.

Flughafen Scheremetjewo : Die Regierung will den Hauptstadt-Flughafen mit dem kleineren Wnukowo zusammenschließen, modernisieren und verkaufen.

Rosneft : Bei einem Börsengang hat Russland 2006 rund acht Milliarden Euro für Anteile am größten heimischen Ölkonzern eingenommen. Die restlichen 75,1 Prozent sollen bis 2016 verkauft werden, der jetzige Konzernchef Igor Seschin - "Energie-Zar" in der früheren Regierung - will das aber verhindern.

InterRAO und RusHydro : Regierung und staatliche Einrichtungen halten 60 Prozent am Stromkonzern InterRAO, der Bergbau-Riese Norilsk Nickel besitzt 14 Prozent, Minderheitsaktionäre 27 Prozent. Auch ihre 58 Prozent am größten Wasserkraft-Produzenten RusHydro will die Regierung verkaufen. Zudem steigt der Staat ganz aus dem Öl- und Gasfeld-Entwickler Sarubetschneft aus.

Rosagroleasing und Rosselchosbank : Der Verleiher landwirtschaftlicher Geräte und die auf die Agrarwirtschaft konzentrierte Bank stehen ebenfalls auf der Verkaufsliste.

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