Die nächste Panne in der Atomruine Fukushima: Kühlsystem ausgefallen

Die nächste Panne in der Atomruine Fukushima: Kühlsystem ausgefallen

Das im März 2011 von einem Erdbeben und dem folgenden Tsunami schwer beschädigte Atomkraftwerk von Fukushima macht wieder schlechte Nachrichten. Die Betreibergesellschaft Tepco meldete den nächsten Störfall: Das Kühlsystem ist ausgefallen. Erst vergangene Woche waren 100 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten.

Wieder eine Panne in der Atomruine Fukushima: Der Betreiberkonzern Tepco (Tokyo Electric Power) meldete den Ausfall des Kühlsystems. Im Abklingbecken Nummer 4 kam es nach einem Alarm wegen eines durchtrennten Kabels zum Stillstand.

Die Arbeiten zur Auslagerung von Brennstäben aus dem Abklingbecken wurden gestoppt. Während der etwa zwei Stunden dauernden Kühlunterbrechung bleibe die Temperatur in dem Becken unter der vorgeschriebenen Grenze von 65 Grad, versicherte Tepco.

Erst in der vergangenen Woche waren aus einem Speichertank auf der Atomanlage mindestens 100 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Die Atomaufsicht warf Tepco darauf schlampiges Management vor, wie die Zeitung "Tokyo Shimbun" meldete.

80 Milliarden Dollar zur Katastrophenbewältigung

Das Reaktorunglück von Fukushima begann mit dem Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011, einem großen Seebeben der Stärke 9,0 vor der Ostküste Japans. In den Reaktorblöcken 1 bis 3 kam es darauf zu Kernschmelzen. Dabei wurde mehr als die doppelte Menge an Radioaktivität wie beim Unglück von Tschernobyl freigesetzt. 150.000 Menschen mussten aus der Umgebung evakuiert werden.

Die japanische Regierung hat für die Bewältigung der Atom-Katastrophe in Fukushima bereitgestellt. Das Geld wird für die Aufräumarbeiten in der Umgebung des Atomkraftwerks sowie für die Entschädigung der umgesiedelten Anrainer verwendet. Nicht in dieser Summe enthalten sind die Mittel, die für die Verschrottung der sechs Reaktoren benötigt werden. Das dürfte mindestens 30 Jahren dauern.

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