Die NSA und ihre Verbündeten in Frankreich und Spanien

Die NSA und ihre Verbündeten in Frankreich und Spanien

In Frankreich haben die Geheimdienste DGSE und DCRI, in Spanien die CNI die Fäden in der Hand. Laut NSA-Chef Keith Alexander sollen sie den Amerikanern beim Sammeln von Daten unterstützt haben.

In Frankreich haben vor allem zwei Geheimdienste die Fäden in der Hand: Die Direction Generale de la Securite Exterieure (DGSE) ist für Auslandseinsätze zuständig, die Direction centrale du renseignement intérieur (DCRI) untersteht dem Innenressort. Daneben gibt es noch zahlreiche Organisationen und Abteilungen etwa in einzelnen Ministerien. Die französischen Schlapphüte sollen nun auch in der NSA-Affäre eine Rolle spielen. Laut NSA-Chef Keith Alexander sollen sie dem US-Dienst bei seinen Daten-Sammlungen assistiert haben.

In Spanien führte der Geheimdienst CNI (Centro Nacional de Inteligencia) hingegen bisher eher ein Schattendasein. Er war in seiner noch jungen Geschichte in keine größeren Skandale verwickelt und wird in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. "Der CNI ist ein Geheimdienst, aber mehr ein Dienst als geheim", sagte CNI-Chef Félix Sanz Roldán.

Der CNI ist sowohl im Inland als auch im Ausland aktiv. In der Behörde sind die Aufgaben gebündelt, für die in anderen Ländern mehrere Geheimdienste zuständig sind. Daher ist der CNI bei der Kooperation mit den Geheimdiensten anderer Länder auch deren zentraler Ansprechpartner in Spanien.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Die Sicherheitsdienste Spaniens und Frankreichs verfügen über viel Macht und Möglichkeiten. Auch ohne NSA-Affäre gehen die Agenten nicht immer zimperlich vor.

Die Versenkung des Greenpeace-Schiffes "Rainbow Warrior" im Hafen von Auckland in Neuseeland markiert einen Tiefpunkt französischer Geheimdienstarbeit. Ein Schiff auf dem Meeresgrund, ein Toter, weltweite Skandalberichte und ein Ministerrücktritt führten zu dem, was die beiden durch die Mietwagen-Rückgabe aufgeflogenen Agenten eigentlich verhindern wollten: Frankreich musste seine Atom-Versuche auf dem Mururoa-Atoll aufgeben.

Auch beim Leuna-Skandal Anfang der 90er Jahre um den Verkauf der maroden Raffinerie in Sachsen-Anhalt an den französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine hatten Frankreichs Agenten ihre Finger im Spiel. Zuletzt sorgten die Geheimdienste für Aufsehen, weil sie den Terroristen Mohamed Merah lange in Toulouse beobachteten, bevor er 2012 sieben Menschen tötete.

Die letzte nennenswerte Affäre liegt gut vier Jahre zurück. Der damalige CNI-Direktor Alberto Saiz trat zurück, nachdem berichtet worden war, dass er Jagdausflüge nach Afrika und Angeltouren auf Hochsee-Jachten aus dem Geheimdienstfonds bezahlt haben soll. Der Nachfolger Sanz Roldán war vorher der Stabschef der Streitkräfte gewesen. Der Geheimdienst war in Spanien lange Zeit dem Militär unterstellt. Der CNI dagegen untersteht nicht mehr dem Verteidigungsministerium, sondern indirekt dem Regierungschef.

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