Die Eurozone sitzt in der Überschuldungsfalle

Die Eurozone sitzt in der Überschuldungsfalle

Im Zuge der Schuldenkrise erhöhte sich die Gesamtverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 88,2 Prozent, nach 87,3 Prozent im vierten Quartal, wie die EU-Statistikbehörde in Luxemburg am Montag mitteilte.

Griechenland wies dabei die höchste Schuldenquote mit 132,4 Prozent vom BIP aus. Allerdings ist sie erheblich niedriger als die 165,3 Prozent aus dem Vorquartal, nachdem das Land einen Anleihetausch vorgenommen hat. Die zweithöchste Verschuldung hatte Italien mit 123,3 Prozent, nach 120,1 Prozent im vierten Quartal. Bei Spanien erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 68,5 Prozent des BIP auf 72,1 Prozent ( siehe Grafik ).

Wachsende Zweifel an der Fähigkeit der Länder, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, hat die Anleiherenditen im Währungsraum nach oben getrieben. Fünf Mitgliedsstaaten mussten bereits um internationale Hilfen nachsuchen. Die Troika der internationalen Gläubiger Griechenlands - die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds - reisen am Dienstag nach Athen. Unterdessen wird bezweifelt, ob die griechische Regierung die mit den Hilfsgeldern verbundenen Auflagen erfüllen wird. Auch wächst innenpolitisch in vielen Ländern der Widerstand, bei Verfehlung der Ziele auch weiter Gelder zur Verfügung zu stellen.

Euro fällt unter langjährigen Schnitt

Der Euro ist zum Dollar unter den seit seiner Einführung verzeichneten Durchschnittswert gefallen und gegenüber dem Yen auf den niedrigsten Wert seit mehr als elf Jahren gesunken. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2129 Dollar um 0,2 Prozent niedriger als am Freitag.

In 15 von 17 Euroraum-Staaten sind die Schuldenquoten im ersten Quartal gestiegen. Sie sanken lediglich in Finnland und Griechenland, das im ersten Quartal die größte Umschuldung in der Geschichte vornahm. Die niedrigste Verschuldungsquote hatte Estland mit 6,6 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt.

GRAFIK: Schuldenstand in EU und Eurozone

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa