Die Eurozone steckt laut Billy-Regal von Ikea in der Klemme

Die Eurozone steckt laut Billy-Regal von Ikea in der Klemme

Der jährliche Billy Index von Bloomberg zeigt, dass der schwedische Möbelkonzern sein beliebtes Bücherregal in Europa am billigsten verkauft, mit einem Preis von 34,95 Euro, umgerechnet 46,48 Dollar, in der Slowakei und den Niederlanden auf Basis des Katalogs für 2014. Am teuersten ist das Regal in der Dominikanischen Republik mit einem Preis von 3995 Pesos (94,72 Dollar). In den USA kostet es 59,99 Dollar, in China 349 Yuan (57 Dollar).

Unternehmen wie Ikea oder Nestlé SA fällt es schwer, in Europa die Preise zu erhöhen. Erst im zweiten Quartal ging die Rezession in der Region zu Ende, die Inflationsrate ist die geringste seit Februar 2010. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat die Preise in den ersten neun Monaten dieses Jahres so wenig erhöht wie in keinem entsprechenden Vergleichszeitraum seit 2003.

“Der Ausblick für die Inlandsnachfrage in den von der Schuldenkrise betroffenen Ländern ist kaum euphorisch zu nennen”, sagte Alexander Koch, Volkswirt bei Raiffeisen Schweiz in Zürich. “Doch eine geringere Haushaltslast, niedrigere Inflation und eine Abnahme der Negativdynamik am Arbeitsmarkt sollten zumindest eine Stabilisierung in den nächsten Quartalen zulassen.”

Der Billy Index berechnet die Kosten für das Ikea-Regal in Weiß mit 202 Zentimetern Höhe, 80 Zentimetern Breite und 28 Zentimetern Tiefe in 43 Ländern. Die Preise wurden am 15. Oktober ermittelt und auf Basis des durchschnittlichen Wechselkurses der vorherigen 30 Tage in Dollar umgerechnet. Im kommenden Jahr liegt der weltweite Durchschnittspreis bei 58,93 Dollar, nach 59,35 Dollar auf Basis des Katalogs 2013.

In heimischer Währung hat sich der Preis nur in acht Ländern verändert. In der Dominikanischen Republik und Teilen Australiens wurde er gesenkt, in der Türkei, Griechenland, Zypern, Tschechien, Polen und den Niederlanden wurde er angehoben. In den Niederlanden gab es mit 17 Prozent den stärksten prozentualen Preisanstieg.

Der Billy Index vergleicht den Billy-Preis jedes Landes in Dollar mit dem Durchschnittspreis. Er gehört wie der Economist Big Mac Index zu den Indizes, die die relativen Kosten von Produkten in verschiedenen Ländern weltweit vergleichen.

In der gesamten Eurozone ist der Billy Index gestiegen, was den Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar um vier Prozent in den letzten zwölf Monaten widerspiegelt. Der Euro-Anstieg und die Preisanpassungen in den billigsten und den teuersten Ländern haben den Kostenunterschied verringert. Für 2014 liegt der Unterschied zwischen dem teuersten und dem billigsten Regal bei 48,24 Dollar, nach 72,14 Dollar im Jahr 2013.

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