"Die EU ist wie ein bissiger Hofhund"

"Die EU ist wie ein bissiger Hofhund"

Laut Maurer muss die Schweiz versuchen dem Druck und den Begehrlichkeiten von internationalen Organisationen und der EU standzuhalten.

Wer devot Forderungen nachgebe und hoffe, dass die Gegenpartei damit ruhiggestellt sei, begehe einen verhängnisvollen Irrtum, erklärte der Politiker der Schweizerischen Volkspartei (SVP). In der internationalen Politik zögen schnelle Zugeständnisse nur neue, noch weitergehende Forderungen nach sich.

Damit spielte Maurer am Vorabend des Nationalfeiertages auf das Steuerabkommen mit Deutschland, Großbritannien und Österreich an, das Ende Mai vom Parlament gebilligt und von der SVP als "weitere Kapitulation in einem durchsichtigen Wirtschaftskrieg" gewertet wurde. Kernelement dieses Abkommens ist die Abgeltungssteuer, also laut SVP das "Eintreiben von Steuern für fremde Staaten". Für Maurer ist evident, dass "Forderungen an die kleine, wohlhabende Schweiz immer lauter gestellt werden, je härter sich die Schulden- und Eurokrise auswirkt".

Skurriler historischer Vergleich

Erschreckende Parallelen zu heutigen Vorgängen sieht der Verteidigungsminister in der Schlacht an der Beresina (Rückzug Napoleons aus Russland), die vor genau 200 Jahren stattfand und für Tausende Soldaten tödlich endete. Die Schweiz war damals von Frankreich kontrolliert, 12.000 Schweizer wurden für Napoleons Russland-Feldzug zwangsrekrutiert. Natürlich werde heute kein Schweizer mehr nach Russland in den Krieg geschickt, und Europa werde auch nicht von Paris aus regiert, sagte Maurer. Man dürfe aber nicht vergessen, dass sich die Geschichte immer wieder nach denselben Mustern wiederhole.

Die heutige Internationale Lage und das Verhalten "gewisser nachgiebiger Kreise" in der Schweiz bereite ihm deshalb Sorgen. Für die Schweiz wünscht er sich ein entschiedeneres Auftreten gegenüber der EU: "Es ist wie bei einem bissigen Hofhund. Der weicht auch nur zurück, wenn man ihm entgegentritt."

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