Die weltweit besten und schlechtesten Banken seit Ausbruch der Krise

Die weltweit besten und schlechtesten Banken seit Ausbruch der Krise

The Banker, das renommierte Fachmagazin des Financial Times-Verlages, hat über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht, welche 25 Banken sich weltweit, seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise im Jahr 2008, am besten geschlagen haben und welche dem Abgrund bedrohlich nahe gekommen sind. Die Autoren zogen dabei folgende Maßstäbe für ihre Reihung heran: Veränderungen beim Kernkapital, Entwicklung der Assets, Return on Assets, Eigenkapitalrendite und Eigenkapitalquote.

Dabei stellte sich heraus, dass eine hohe Kernkapitalquote alleine nicht zwingend mit einem guten Abschneiden einhergeht. Am deutlichsten zeigt sich das relative und absolute Wachstum bei den asiatischen Banken, auch bei den US-Instituten wird die relative Rangverbesserung sichtbar.

Erstmals wurde eine chinesische Bank zum erfolgreichsten Institut der Welt gekürt

Erstmals rückte eine chinesische Bank auf Platz eins: The Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). Diese hat ihr Kapital alleine innerhalb des vergangenen Jahres um 15 Prozent gesteigert. Insgesamt sind bereits vier chinesische Banken unter den besten zehn Banken der Welt. Im Ranking vorn dabei sind neben ICBC, CCB, die Bank of China und die Agricultural Bank. JP Morgan rangiert auf Platz zwei. Die einzige britische Bank unter den Top-10, die HSBC, findet sich – dank deutlicher Zuwächse in Asien - auf Platz vier.

UniCredit auf Platz 23

Prominente Vertreter unter jenen Banken, die sich seit 2008 besonders gut entwickelt haben und auf den Plätzen elf bis 25 rangieren, sind die Royal Bank of Scotland (25), UniCredit (23), Morgan Stanley (18), Barclays (17), BNP Paribas (16), Banco Santander (14) und die Deutsche Bank auf Rang zwölf.

Insgesamt sind die Erträge der 1.000 Banken, laut der Untersuchung des Fachmagazins, fast wieder auf Vorkrisenniveau. Nur die Verteilung der Gewinne sei äußerst ungleich. “Während bei europäischen und amerikanischen Banken die Erträge in den vergangenen Jahren stagnierten oder gar schrumpften, sind chinesische Banken im selben Tempo, wie deren Wirtschaft, gewachsen", so das Magazin in ihrer Analyse. So stieg das Vermögen asiatischer Banken seit dem Ausbruch der Krise wesentlich stärker, als jenes der Banken in anderen Erdteilen. Der Vermögensanteil der Banken in Asien kletterte innerhalb der Gruppe der 1.000 weltgrößten Banken seit 2008 von 22 Prozent auf 35 Prozent, ihre Profite von 19 auf 56 Prozent. Insgesamt betrachtet sank der Anteil der Gewinne der Banken jedoch leicht von 46 auf 43 Prozent.

Spanische Banken zählen zu den Banken mit den weltweit größten Verlusten

Zu den Bestperformern zählt auch die Türkei, wo es den Instituten gelang die Erträge um 37 Prozent zu steigern. Die spanischen Banken verloren dagegen seit Ausbruch der Krise 73 Milliarden Dollar. Insgesamt scheinen in der Liste der zehn Banken mit den größten Verlusten sechs spanische Banken auf.

Innerhalb der Top-1.000-Banken haben die afrikanischen Banken ihren Anteil am Gewinn von 1,15 Prozent im Jahr 2006 auf 2,31 Prozent verdoppelt. Südamerikanische Banken haben ihren Anteil in dieser Zeit von 2,37 auf 6,37 Prozent immerhin verdreifacht.

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