Die "AfD" treibt Westerwelle die "Zornesröte ins Gesicht"

Die "AfD" treibt Westerwelle die "Zornesröte ins Gesicht"

"Das ist hochgefährlich", sagte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Donnerstag auf dem WDR-Europaforum in Berlin. Die "Alternative für Deutschland" (AfD) spiele mit Vorurteilen und Ressentiments in einer Zeit, in der eine weitere europäische Integration nötig sei.

Sehr drastisch äußerte sich auch Außenminister Guido Westerwelle. "Sind wir eigentlich verrückt geworden, dass wir das, was in Jahrzehnten gebaut worden ist, in einem Jahr einreißen wollen?", fragte er mit Blick auf die AfD-Forderung zur Aufgabe des Euro. Es treibe ihm die "Zornesröte ins Gesicht", wenn er Forderungen nach der Aufgabe der Gemeinschaftswährung höre. Dann würden auch andere europäische Errungenschaften fallen, warnte der FDP-Politiker.

Zuvor hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die AfD kritisiert: "Der Vorschlag, aus dem Euro auszutreten, ist geradezu kindisch", sagte er der "Welt" (Donnerstagausgabe). "Ein Zurück zur D-Mark würde zu einem ökonomischen Schiffbruch führen." Bouffier steht vor Landtagswahlen im Herbst, bei denen die AfD wie auch zur Bundestagswahl erstmals antreten will.

Zugleich relativierte Steinbrück die Bedeutung der neuen Partei: "Ich glaube nicht, dass sie über fünf Prozent kommen", sagte der SPD-Politiker. Damit würde die AfD den Einzug in den Bundestag verfehlen. In den Umfragen liegt sie derzeit meist bei zwei bis drei Prozent. Steinbrück warnte aber, dass die AfD auch die SPD Wählerstimmen kosten könnte. In allen im Bundestag vertretenen Parteien wird derzeit diskutiert, wie man sich gegenüber der AfD aufstellen soll. Im CDU-Präsidium hatte es dazu am Montag eine Diskussion gegeben, nachdem die drei CDU-Fraktionsvorsitzenden aus Thüringen, Hessen und Sachsen eine offensivere Auseinandersetzung mit der Partei gefordert hatten.

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