Die 50 einflussreichsten Menschen der Welt

Die 50 einflussreichsten Menschen der Welt

Diese Charakteristika treffen auf die Personen zu, die in der Finanzwelt das Sagen haben und die es auf die zweite jährliche Liste der 50 einflussreichsten Personen schafften, die in der Oktober-Ausgabe des Bloomberg Markets Magazin veröffentlicht wird.

Um die diesjährigen 50 Persönlichkeiten zu finden, Hat Bloomberg auf die Berichterstattung und Expertise von Bloomberg-News-Journalisten in 150 Büros rund um den Globus zurückgegriffen. Die Chancen, auf die Liste zu kommen, steigen, wenn jemand in den Rankings von Hedgefondsmanagern, Ökonomen oder Investmentbankern, die Bloomberg Markets während des Jahres veröffentlicht, einen Spitzenplatz belegt hat.

Jüngste Errungenschaften zählen mehr als das Lebenswerk und Bloomberg favorisiert Personen, deren Einfluss wächst. Zwei Drittel der Personen in dieser Liste sind dort erstmals zu finden, was die politischen Turbulenzen, die Verschärfung der Euro-Schuldenkrise und eine Reihe von Problemen bei großen Finanzinstituten widerspiegelt.

Bloomberg hat die Liste in fünf Einflussbereiche unterteilt: Unternehmenstitanen, Vermögensverwalter, Politiker und Notenbanker, Denker sowie Banker. In der Gruppe der Politiker wurden die Regierungschefs außen vorgelassen zugunsten von Ministern, Parlamentariern und Zentralbankern, die die politische Realität gestalten.

UNTERNEHMENSTITANEN

Warren Buffett , Vorstandsvorsitzender von Berkshire Hathaway. Man kann beim 82jährigen Buffett darauf zählen, dass er neue Finanzkontroversen mit althergebrachten Weisheiten zu wertorientierten Anlagen formuliert. Als die Facebook-Aktie nach dem IPO ins Trudeln geriet, sagte er: “Man sollte keine Farm kaufen, wenn man sie den nächsten Tag für mehr Geld verkaufen will.”

Tim Cook , Vorstandsvorsitzender von Apple. Zwar ist der Marktwert von Apple in Cooks erstem Jahr an der Spitze des Technologiekonzerns kräftig gestiegen. Aber es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis der 51jährige Cook gezeigt hat, dass er ein würdiger Nachfolger für Steve Jobs ist. Er muss außerdem beweisen, dass er sein Vergütungspaket von 378 Mill. Dollar für 2011 verdient hat.

Carlos Slim , Chairman Emeritus von America Movil. Das Vermögen des weltweit reichsten Mannes ist in diesem Jahr bis Mitte August um 12 Mrd. Dollar gestiegen, wozu die Kursgewinne bei großen Beteiligungen beigetragen haben. Der 72jährige Slim hat zugekauft und über America Movil den größten Anteil am niederländischen Mobilfunkanbieter Royal KPN erworben.

Mark Zuckerberg , Gründer von Facebook. Der Börsengang, der vorherige Hype sowie das anschließende Desaster haben den 28jährigen Zuckerberg ins Rampenlicht der Wall Street gerückt. Jetzt muss er zeigen, dass er mit seinem Netzwerk von etwa einer Milliarde Freunden Werbeeinnahmen erzielen kann.

In dieser Kategorie finden sich zudem: Chung Mong Koo, Vorsitzender von Hyundai Motor; die Koch-Brüder, Mitgründer von Koch Industries; John Fredriksen, Vorsitzender von Seadrill; Yuri Milner, Mitgründer von Mail.ru Group; Ginni Rometty, Vorstandsvorsitzende von IBM; Tadashi Yanai, Gründer von Fast Retailing.

VERMÖGENSVERWALTER

Larry Fink , Vorstandsvorsitzender von BlackRock. Der 59jährige Fink leitet die weltgrößte Vermögensverwaltungsgesellschaft, die zum 30. Juni ein Anlagekapital von 3,56 Billionen Dollar betreute. Er hat Staaten und Unternehmen dabei beraten, wie sie ihre Investments verwalten sollen. Nun möchte er, dass BlackRock auch Privatpersonen berät.

Bill Gross , Co-Chief Investment Officer bei der Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. Nachdem Gross 2011 hinter der Konkurrenz herhinkte, hat der 68jährige in diesem Jahr den weltgrößten Investmentfonds wieder auf Kurs gebracht. Der Pimco Total Return Fund hat in diesem Jahr bis zum 31. Juni und für die vergangenen fünf Jahre 98 Prozent der vergleichbaren Fonds geschlagen.

Jeffrey Gundlach , Gründer von DoubleLine Capital. Mit jährlichen Durchschnittserträgen von 13,9 Prozent für den Vorzeige-Anleihefonds für den Zeitraum von der Auflegung 2010 bis Juli schlägt der 52jährige Gundlach seine größten Konkurrenten. Seine Gesellschaft verwaltet etwa 40 Mrd. Dollar.

In dieser Kategorie finden sich zudem: Cliff Asness, Mitgründer von AQR Capital Management Asness; Hamed bin Zayed al Nahyan, geschäftsführender Direktor der Abdu Dhabi Investment Authority; Chase Coleman, Gründer von Tiger Global Management; Leon Cooperman, Gründer von Omega Advisors; Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates; Mary Erdoes, Chefin der Vermögensverwaltung bei JPMorgan; Michael Platt, Gründer von BlueCrest Capital Management.

POLITIKER UND NOTENBANKER

Ben Bernanke , Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve. Bernanke, 58, verdammt entweder Millionen zur Arbeitslosigkeit, weil er politisch zu vorsichtig ist, oder schwächt die Währung - abhängig davon welcher Kolumnist oder Kandidat spricht. Dessen ungeachtet hat er sich als einer der mächtigsten Zentralbanker in der Geschichte etabliert.

Mario Draghi , Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Als Draghi, 65, auf seiner ersten Sitzung als Präsident die Leitzinsen senkte, setzte er sich über die eigenen Mitarbeiter hinweg und zeigte, dass er einen anderen Kurs als sein Vorgänger Jean-Claude Trichet einschlagen würde. Die Märkte testen nun seine Zusicherung, er werde alles Notwendige tun, um den Euro zu bewahren.

Adair Turner , Vorsitzender der britischen Finanzmarktaufsicht FSA. Der 56jährige Turner hat zusammen mit dem britischen Notenbankgouverneur Mervyn King dabei geholfen, nach Bekanntwerden des Libor-Skandals Robert Diamond bei Barclays zu entmachten. Turner ist ein potenzieller Kandidat für die Nachfolge von King im Juni 2013.

Janet Yellen , Vize-Vorsitzende bei der U.S. Federal Reserve. Die 66jährige Yellen leitete die Initiative von Ben Bernanke, die US-Notenbank transparenter zu machen. Ihre Erfolge, Inflations- Falken und Tauben zusammenzubringen, machen sie zu einer Kandidatin für die Nachfolge ihres Bosses.

Zhou Xiaochuan , Gouverneur der chinesischen Notenbank. Als Investoren weltweit sich mit dem schwächeren chinesischen Wachstum beschäftigten, hat der 64jährige Zhou im Juni erstmals seit drei Jahren die Zinsen gesenkt. Er steht seit fast zehn Jahren, kurz nachdem Wen Jiabao und Hu Jintao an die Macht kamen, an der Spitze der Notenbank.

In dieser Kategorie finden sich zudem: Mamata Banerjee, Regierungschefin Westbengalen, Preet Bharara, Staatsanwalt US- Justizministerium, Timothy F. Geithner, US-Finanzminister, Paul Ryan Vorsitzender der Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses, Aung San Suu Kyi, Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie in Myanmar.

DENKER

Paul Krugman , Professor Princeton University. Der Nobelpreisträger argumentiert, dass die Regierungen die Weltwirtschaft stützen sollten. Krugman, 59, kritisiert den Sparkurs, den er überall sieht, nicht nur im Euroraum, sondern auch in den USA auf Bundes- und kommunaler Ebene.

Hans-Werner Sinn , Präsident vom Ifo-Institut. Der 64jährige Sinn, der populärste Ökonom in Deutschland, hat die Macht, Angela Merkel von Maßnahmen abzuhalten, die die Euroraum-Krise mindern könnten.

Joseph Stiglitz , Professor an der Columbia University. Stiglitz, 69, hat seine Kritik an der wachsenden Einkommensungleichheit in den USA im Juni mit einem Buch-Best-Seller verschärft. Die Ansichten des Nobelpreisträgers stützen im Rennen um die Präsidentschaft das linke Spektrum der Debatte über Wirtschaft und Steuern.

In dieser Kategorie finden sich zudem: Maury Harris, Chefökonom UBS Securities; Glenn Hubbard, Dekan der Columbia Business School; Daniel Kahneman, emeritierter Professor der Princeton University; Carmen Reinhart, Professorin an der Harvard University; Alan Simpson, früherer Senator im US-Kongress; John Taylor, Professor an der Stanford University; Nicolas Veron vom Forschungsinstitut Bruegel Veron.

BANKER

Lloyd Blankfein , Vorstandsvorsitzender von Goldman Sachs. Nach Kostensenkungen und Stellenstreichungen notiert die Goldman-Aktie in diesem Jahr bisher 18 Prozent höher, während die Titel von Morgan Stanley nur 2,5 Prozent zugelegt haben. Blankfein, 57, hat Einfluss teilweise dadurch zurückgewonnen, dass er die Bank aus den Schlagzeilen hielt.

Jamie Dimon , Vorstandsvorsitzender von JPMorgan. Die Handelstransaktion, die den “Wal von London” versenkte, kostete die Bank mehr als 5,8 Mrd. Dollar und hat die Kritik des CEO an zu starker Regulierung geschwächt. Jedoch hat Dimon, 56, Reue gezeigt und die Bank erzielte im ersten Halbjahr dennoch einen Gewinn von 10 Mrd. Dollar.

Anshu Jain , Co-Vorstandsvorsitzender bei der Deutsche Bank. Der 49jährige Jain wurde am 1. Juni Co-Chef und will im Herbst nähere Einzelheiten zu seiner Strategie bekannt geben. Zunächst streicht er etwa 1900 Stellen bis Jahresende -- davon 1500 bei der Investmentbank, die er einst leitete. Er setzt auch bei der Vergütung den Rotstift an.

In dieser Kategorie finden sich zudem: Emilio Botin, Vorsitzender von Banco Santander; Isabelle Ealet, Co-Chefin Wertpapiere bei Goldman Sachs Group; Andre Esteves, Vorstandsvorsitzender von Grupo BTG Pactual; Jiang Jianqing, Vorsitzender der Industrial & Commercial Bank of China; Gerald McCaughey, Vorstandsvorsitzender der Canadian Imperial Bank of Commerce; Ruth Porat, Finanzchefin bei Morgan Stanley; John Stumpf, Vorstandsvorsitzender bei Wells Fargo.

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