Deutschland versinkt im Schneechaos

Deutschland versinkt im Schneechaos

Der Wintereinbruch hat am Dienstag für ein Schneechaos auf dem Frankfurter Flughafen und den umliegenden Autobahnen gesorgt.

Deutschlands größter Airport musste am Vormittag für zwei Stunden schließen, um den Schnee von den Landebahnen zu räumen. Gegen Mittag wurden dann die beiden direkt vor dem Terminal liegenden Bahnen für Starts geöffnet, Landungen waren vorerst nicht möglich, wie der Flughafenbetreiber Fraport erklärte. Die Startbahn West und die Landebahn Nordwest blieben wegen des starken Windes gesperrt. "Bislang sind 350 Flüge annulliert, und aufgrund der Wetterlage gehen wir davon aus, dass es noch mehr werden", sagte ein Sprecher. Geplant waren am Dienstag rund 1200 Starts und Landungen in Frankfurt, die meisten davon von der Fluggesellschaft Lufthansa.

"Selbst die Crews können den Flughafen derzeit kaum noch erreichen", sagte der Sprecher. Wegen der heftigen Schneefälle kam es auf den Straßen und Autobahnen um Frankfurt am Morgen zu vielen Unfällen und langen Staus. Unter anderem deshalb blieb es in den Terminals des Flughafens eher ruhig. Es bildeten sich keine langen Schlangen mit gestrandeten Passagieren - viele waren wohl schon auf dem Weg zum Flughafen stecken geblieben.

Auch Frankreich und Belgien hart getroffen

Das dichte Schneetreiben sorgte in ganz Nordwest-Europa für ein Verkehrschaos. Am Pariser Flughafen Charles de Gaulle, dem zweitgrößten europäischen Flughafen nach London, fielen rund ein Viertel der Flüge aus. In Orly schlitterte eine Maschine der tunesischen Fluglinie Tunisair über die Landebahn hinaus, 140 Passagiere wurden evakuiert, die Bahn geschlossen. Im Nordwesten Frankreichs blieben rund 80.000 Haushalte ohne Strom. Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault schickte Soldaten, um beim Wiederaufbau der Stromversorgung zu helfen.

In Belgien bildeten sich nach den Angaben des Pannenservice Touring auf den Straßen Staus mit einer Rekordgesamtlänge von 1670 Kilometern. "Das war zu viel Schnee zum falschen Zeitpunkt. Wenn es nachts viel schneit, funktioniert das Salz nicht, weil es zu wenige Autos gibt, die es verteilen", beschrieb Touring-Sprecher Danny Smagghe das Problem. In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurden beide Hauptbahnhöfe geschlossen. Der Hochgeschwindigkeitszug Eurostar, der London mit Paris und Brüssel verbindet, fuhr ebensowenig wie der französische Thalys, der zwischen Paris und Köln verkehrt.

Auch im Süden der Niederlande und in Teilen Großbritanniens kam es zu Verkehrsbehinderungen.

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