"Deutschland steht in der Pflicht"

"Deutschland steht in der Pflicht"

Nur einen Tag, nachdem Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault in Berlin seinen Reformwillen versichert hatte, kritisierte Industrieminister Arnaud Montebourg die deutsche Konjunkturpolitik

"Deutschland steht in der Pflicht", sagte Montebourg am Freitag dem Rundfunksender Europe 1. Die Bundesregierung müsse ein Sozialsystem aufbauen, "das den Namen auch verdient".

Empört reagierte der Minister auf einen Bericht des britischen Magazins "Economist", der Frankreich als "Zeitbombe im Herzen Europas" charakterisierte. "Ganz ehrlich hat sich der 'Economist' noch nie durch Überparteilichkeit ausgezeichnet". Ministerpräsident Ayrault warf dem Blatt Sensationsjournalismus vor: "Wir reden hier über ein Magazin, dass bis zum Exzess Auflage machen will. Frankreich ist davon überhaupt nicht beeindruckt", sagte der Regierungschef dem TV-Sender i>tele. Der Titel des Magazins zeigt sieben in die Trikolore gewickelte Baguettes, in denen eine brennende Zündschnur steckt.

Ayrault wollte sich am Freitag in Berlin mit der SPD-Spitze treffen, um über die Schuldenkrise zu beraten. Frankreich steht in der Kritik, Strukturreformen nicht entschieden genug anzugehen und so die Konjunkturentwicklung der der gesamten Währungsgemeinschaft zu gefährden. So fordert die EU-Kommission von der sozialistischen Regierung in Paris schärfere Reformen.

Angesichts wachsender Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit des Partnerlandes hatte Deutschlands Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Sachverständigenrat um eine Analyse der Lage gebeten. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat wuchs die Wirtschaft aber sowohl in Deutschland und Frankreich im dritten Quartal je um 0,2 Prozent.

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