"Deutschland ist zu stark für die Eurozone"

"Deutschland ist zu stark für die Eurozone"

Nouriel Roubini rechnet damit, dass die Währungsunion den Abschwung das gesamte nächste Jahr nicht wird abschütteln können.

“Im nächsten Jahr werden wir auch im Kernbereich des Euroraums Sparmaßnahmen sehen, da das frisch beschlossene Fiskal-Abkommen besagt, dass selbst Deutschland, die Niederlande, Belgien, Finnland und Österreich ihre Defizite reduzieren müssen”, erklärt Roubini. “Zusammen mit den Sparmaßnahmen in den USA und in Japan besteht das Risiko, dass dadurch die Weltwirtschaft in einen weiteren Abschwung gestoßen wird.”

Die Rezession in der Währungsunion wird in diesem Jahr nicht ihren Tiefststand finden, sondern noch “mindestens ein weiteres Jahr” anhalten, erklärte Roubini. Die Erholung in der Euro-Peripherie werde weiter ausgebremst, da die Europäische Zentralbank (EZB) die Währung nicht abschwächen könne, wodurch Deutschland gleichzeitig “über-wettbewerbsfähig” werde – "Deutschland ist zu stark für die Eurozone".

Wachstum muss Priorität haben

Auch wenn das Risiko eines Zerfalls der Eurozone gesunken sei, müssten die Entscheidungsträger der Region nun die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wachstum zu ihren Prioritäten machen, fordert der Volkswirt.

“Die Menschen wissen, dass sie Opfer bringen müssen, aber nach vier bis fünf Jahren Rezession muss man das Licht am Ende des Tunnels sehen”, erklärte Roubini. “Wenn es kein Wirtschaftswachstum gibt, wird die Gegenreaktion zu Sparmaßnahmen in der Bevölkerung zu groß werden.”

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