"Deutschland ruht sich auf seinem wirtschaftlichen Erfolg aus"

"Deutschland ruht sich auf seinem wirtschaftlichen Erfolg aus"

Führende Ökonomen bescheinigen Deutschland zehn Jahre nach Gerhard Schröders Agenda-Rede eine gefährliche Reformmüdigkeit.

"Das Bewusstsein, dass es auch nach der Agenda 2010 noch einen großen Reformbedarf gibt, scheint in der Politik mehr und mehr abhanden zu kommen", sagte der Chef des Sachverständigenrats, Christoph Schmidt, der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Die Diskussion über Mindestlöhne zum Beispiel belegt, dass strengere Regulierungen eher auf der politischen Agenda stehen als Liberalisierungen."

Der Direktor des Instituts der Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, sagte dem Blatt: "Deutschland ruht sich auf seinem wirtschaftlichen Erfolg aus. Das ist brandgefährlich und wird uns in spätestens fünf Jahren vor die Füße fallen, wenn das demografische Chaos ausbricht."

Die Ökonomen fordern deshalb eine Weiterentwicklung der Agenda-Reformen. Der Wirtschaftsweise Schmidt mahnte eine Lockerung des Kündigungsschutzes an. "Durch die bisherigen recht starren Regelungen lohnt es sich für Unternehmen vielfach nicht, Arbeitskräfte einzustellen, die sie bei einem eventuellen Produktionsrückgang nur schwer wieder entlassen können." Außerdem sei mit der Rente mit 67 das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

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