Deutscher Minister fordert weltweite Biosprit-Kehrtwende

Deutscher Minister fordert weltweite Biosprit-Kehrtwende

Während Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) weiter an seinen Plänen zur Einführung des Agrotreibstoffes E10 im Herbst festhält, stößt der Vorstoß der EU-Kommission für weniger Biosprit in Europa auf Zustimmung der deutschen Regierung. Offen ist nun die Zukunft des Super Benzins E10.

Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel will sich für eine international abgestimmte Kehrtwende einsetzen. Biomasse könne nur dann in größerem Maße ein Energieträger der Zukunft sein, wenn lediglich landwirtschaftliche Reststoffe benutzt werden, sagte Niebel. Es dürfe keine weitere Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion geben.

Die EU will den Biokraftstoffanteil im Verkehrssektor bis 2020 auf fünf Prozent begrenzen. Derzeit sind es bereits vier Prozent. Bisher war bis 2020 ein Anteil von zehn Prozent "grüner Quellen" geplant, dazu gehörte auch Ökostrom für Elektroautos. Dies sei "ein wesentlicher Baustein zur Bekämpfung des Hungers in der Welt", sagte Niebel. Er kritisiert eine zunehmende Konkurrenz zwischen den Flächen für die Nahrungsmitttelproduktion und der Energieproduktion (Mais, Soja, Getreide, Raps). Er fordert einen Verkaufsstopp für E10.

Möglich ist nach dem Vorschlag von EU-Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie Hedegaard ein Förderverbot für bestimmte Biokraftstoffarten ab 2020. Zudem fürchtet die Kommission, dass für den Anbau Waldflächen weichen müssen und so der Klimanutzen gleich null sei. Als Alternative gilt Biokraftstoff der 2. Generation aus Holzresten, Algen oder Stroh - aber hier gibt es bisher noch keinen Durchbruch. Im Oktober soll ein konkreter Vorschlag vorliegen, über den die 27 EU-Staaten dann beraten müssen.

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