Deutsche Reiseveranstalter holen Urlauber aus Sharm el Sheikh zurück

Deutsche Reiseveranstalter holen Urlauber aus Sharm el Sheikh zurück

Reiseanbieter holen nach einer Warnung des Auswärtigen Amtes in Berlin deutsche Urlauber aus dem ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh zurück. Alltours werde am Donnerstagabend etwa 120 Urlauber vor dort wieder nach Deutschland fliegen, teilte das Unternehmen mit. DER Tour, TUI, Thomas Cook ("Neckermann") sind dabei, Rückflüge zu organisieren - zusammen haben die Unternehmen 250 Urlauber in dem Ort.

Die Gäste erhielten für die nicht genutzten Urlaubstage das Geld zurück, sagte ein Thomas-Cook-Sprecher. Gleichzeitig sagen die Unternehmen Reisen nach Sharm el Sheikh bis Mitte beziehungsweise Ende März ab. Urlauber können umbuchen oder erhalten ihr Geld zurück. Insgesamt spielt der Ort am Roten Meer auf dem deutschen Reisemarkt traditionell eine untergeordnete Rolle. Andere Reiseziele in dem Land wie etwa das bei Deutschen sehr beliebte Hurghada seien nicht betroffen, teilte TUI mit.

Reisewarnung für Ägypten

Hintergrund der Rückhol-Aktion ist die unsichere Lage auf der Sinai-Halbinsel, auf der Sharm el Sheikh liegt. Das Auswärtige Amt hatte deshalb am Mittwochabend seine Reisehinweise für Ägypten verschärft und nun vor Reisen auf den gesamten Sinai "dringend abgeraten". Bislang hatte es eine Reisewarnung für den Norden der Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet sowie den Badeort Taba gegeben. Zudem droht eine gewalttätige Islamisten-Gruppe allen ausländischen Touristen in Ägypten mit Anschlägen, falls sie nicht ausreisen.

Österreich sieht nur erhöhtes Sicherheitsrisiko

Aus österreichischer Sicht gilt das derzeit noch nicht. Das Außenministerium in Wien sieht die Lage am Donnerstag laut aktueller Reiseinformation als "weniger gespannt" an. Für Sharm El-Sheikh und andere Badeorte gelte ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und es werde empfohlen, Tourismuszonen nicht zu verlassen. Von einer Reise in die Urlaubergebiete wird aber nicht grundsätzlich abgeraten.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa