Deutsche Grüne mit Trittin und Göring-Eckardt in Bundestagswahlkampf

Deutsche Grüne mit Trittin und Göring-Eckardt in Bundestagswahlkampf

Die Grünen ziehen mit dem Spitzenduo Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt in den Bundestagswahlkampf 2013.

Das gab die Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke am Samstag in Berlin bekannt. Damit setzten sich in der Urwahl der Fraktionsvorsitzende Trittin mit 71,9 Prozent und Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt mit 47,3 Prozent gegen die Co-Fraktionschefin Renate Künast (38,5 Prozent) und Parteichefin Claudia Roth (26,2 Prozent) durch. Vor allem das schlechte Abschneiden von Roth galt als Überraschung. Die Ostdeutsche Göring-Eckardt gilt eher als Vertreterin des Realo-Flügels der Partei.

Bundesgeschäftsführerin Lemke bezeichnete das Ergebnis der Urwahl als "weise Balance zwischen Kontinuität und Erneuerung". Trittin sei "ein Vorkämpfer des grünen Wirtschaftswunders" und Göring-Eckardt "eine Anwältin der Ärmsten in der Gesellschaft". Die Urwahl sei ein voller Erfolg, weshalb auch andere Parteien über dieses Verfahren zur Kandidatenauswahl nachdenken sollten.

"Heute ist ein guter Tag für Rot-Grün", kommentierte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, das Ergebnis. "Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin sind klasse Redner und gute Wahlkämpfer."

Es ist das erste Mal, dass eine Partei in Deutschland ihre Spitzenkandidaten per Urwahl bestimmt. Festgelegt war dabei, dass mindestens eine Frau dem Führungsduo angehören muss. Neben den vier bundesweit bekannten Kandidaten standen elf eher unbekannte Männer aus Kreis- und Ortsverbänden zur Wahl. Der Bewerber mit dem besten Ergebnis hinter dem Partei-Prominenten-Quartett erreichte aber nur einen Stimmenanteil von 2,4 Prozent. An der Abstimmung hatten sich 61,64 Prozent der knapp 60.000 Parteimitglieder der Grünen beteiligt.

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