Deutsche Banken für 2013 zuversichtlich

Deutsche Banken für 2013 zuversichtlich

Die Hilfeleistungen für Griechenland, die stabile Konjunktur in der Heimat und positive Signale für den Euro lassen deutsche Banken optimistisch in das nächste Jahr sehen.

Die jüngste Entspannung in der Euro-Krise und die solide Inlandskonjunktur stimmen die deutschen Banken zuversichtlich. Im Kampf gegen die Staatschuldenprobleme habe sich im ablaufenden Jahr vieles überraschend positiv entwickelt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer, am
Samstag im Deutschlandfunk. Die Lage sei besser als zum Jahresbeginn gedacht. Als besonders wichtig bezeichnete Kemmer die neuen Hilfen der Euroländer für Griechenland. "Die Solidargemeinschaft halt gehalten", betonte er.

Beruhigung der Märkte

Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), Krisenstaaten durch Anleihenkäufe zu stützen, habe zu einer Beruhigung der Märkte geführt. Allerdings müssten die betroffenen Staaten die dadurch gewonnene Zeit nun nutzen, um ihre Strukturreformen voranzutreiben. Fortschritte mancher Regierungen seien ein "Silberstreifen am Horizont", aber noch nicht ausreichend. "Da gibt es schon noch einiges zu tun", sagte Kemmer. Seinen Worten zufolge drohen von Griechenland und Zypern keine Gefahren für die deutschen Banken. Deren Forderungen an diese beiden Länder seien sehr gering.

Kemmer zog zugleich ein zufriedenes Fazit für die Branchenentwicklung in diesem Jahr. "Die Lage für die Banken war im Jahr 2012 alles in allem positiv gewesen", sagte er. Dies liege vor allem daran, dass die Risikovorsorge wegen der guten inländischen Konjunktur niedrig geblieben sei.

Stabilität erhöht

Insgesamt habe die Stabilität des Sektors zugenommen. "Die Banken haben im Vergleich zu den kritischen Jahren 2008/2009 ernorm an Kapital zugelegt", erläuterte Kemmer. Die Regulierung bleibe zwar eine "Dauerbaustelle", hier habe es aber bereits einschneidende Schritte in erheblichem Umfang gegeben.

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