"Der EU-Beitritt galt stets als Wundermittel"

"Der EU-Beitritt galt stets als Wundermittel"

Mit dieser Aussage wird Isarescu am Sonntag von der “New York Times” zitiert. Dennoch sei der Versuch, die Kriterien für den Beitritt zur Eurozone, einschließlich eines Defizits unter drei Prozent des BIP, einzuhalten, eine gute Selbstdisziplinierungsmaßnahme, so Isarescu.

Die Beibehaltung der Nationalwährung Leu hat Rumänien laut Isarescu gerade während der Finanzkrise erlaubt, Zinssätze flexibel festzulegen, Liquiditäten zu kontrollieren und durch die Geldentwertung das Defizit einzuschränken. Auch blieben mit der eigenen, billigeren Währung die Exporte, die zu zwei Dritteln in die Eurozone gehen, wettbewerbsfähiger.

Fehlt die Kontrolle über die Währungspolitik, seien Länder wie Griechenland dazu gezwungen, in erster Linie auf Fiskalpolitik, auf Steuern und Ausgaben, zu setzen. „Selbstverständlich hat es einen Rückschlag bei den Erwartungen gegeben, denn der EU-Beitritt hat stets als Wundermittel gegolten. Die Träume waren zu hochtrabend“, so Isarescu.

Rumänien hat zwar ein deklariertes Euro-Beitrittsziel mit 2015 festgelegt, will aber Medienberichten zufolge nach den Parlamentswahlen Anfang Dezember die Diskussion um die Einführung der Einheitswährung neu aufrollen. So erklärte der Chefökonom der Nationalbank, Valentin Lazea, für die Wirtschaftszeitung „Ziarul Financiar“, dass ein Euro-Beitritt 2015 schwierig wäre und die neue Regierung entscheiden werde, ob sie den derzeitigen Beitrittskalender beibehält. Auch rein technisch sei ein Euro-Beitritt 2015 für Rumänien nicht möglich, weil Rumänien gleich Anfang 2013 Teil des Mechanismus der freien Wechselkurse (ERM2) werden müsste, um die vorgeschriebenen zwei Jahre innerhalb dieses Mechanismus einhalten zu können.

Von den zwölf Staaten, die 2004 und 2007 in die EU aufgenommen wurden, haben fünf – die Slowakei, Slowenien, Estland, Zypern und Malta – bereits den Euro eingeführt. Tschechien will ein diesbezügliches Referendum organisieren, allerdings nicht eher als 2020. Ungarn will frühestens 2018 der Eurozone beitreten. Der polnische Premier Donald Tusk erklärte, dass die Einheitswährung derzeit für sein Land „völlig unattraktiv“ sei.

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